Eine erste jüdische Gemeinde kann spätestens seit dem 12. Jahrhundert nachgewiesen werden. Wiederholte Ausbrüche der Pest bestimmen das Schicksal der Juden zwischen Ansiedlung und Vertreibung. Zwischen 1400 und 1800 gibt es keine jüdische Gemeinde in Basel, viele Juden leben im nahen Elsass. In der Gelehrtenwelt erwacht jedoch früh das Interesse an der hebräischen Sprache und Literatur. Um 1500 entwickelt sich Basel zu einem Zentrum des hebräischen Buchdrucks.
Im 19. Jahrhundert erblüht das jüdische Leben. Nach und nach etablieren sich drei Gemeinden mit unterschiedlicher Ausrichtung. Die liberale Israelitische Gemeinde erbaut die prächtige Synagoge, deren Besichtigung auf dem Programm steht. Im Stadtcasino wird 1897 mit dem ersten Zionistenkongress Geschichte geschrieben. Auch das Schicksal der Familie von Anne Frank prägt die Geschichte. Der Vater Otto Frank, einziger Überlebender, lässt sich in Basel nieder. Die Lesung zum Abschluss der Veranstaltung stellt das Tagebuch von Anne Frank in den Mittelpunkt.
Der Spaziergang zu ausgewählten Orten sowie der Besuch des neuen Jüdischen Museums und der Synagoge ermöglichen eine umfassende Begegnung mit der jüdischen Kultur.
Programm
- 10 Uhr: Treffpunkt Haupteingang Theater Basel
- 10.15 Uhr: Spaziergang durch die Altstadt auf den Spuren des jüdischen Lebens
- 12.15 Uhr: Mittagessen im Restaurant Harmonie
- 14 Uhr: Besichtigung der nahegelegenen Synagoge. Führung durch die Dauerausstellung des neu eröffneten Jüdischen Museums der Schweiz
- 16 Uhr: Kurzlesung aus dem Tagebuch der Anne Frank
- 16.45 Uhr: Ende der Veranstaltung. Begleitung zur Haltestelle Spalentor für eine direkte Verbindung zum Bahnhof SBB.