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Das Waldhaus. Ein altes Hotel im Wald unter einem Berg. Es ist Herbst und die Nadelbäume sind gelblich gefärbt.
Legende: Wer die Verfärbungen der Lärchen um das Waldhaus miterleben möchte, sollte sich für ein Seminar im Herbst anmelden. Gian Giovanoli
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Juni bis Oktober (ausgebucht) Leserunden im «Waldhaus» in Sils Maria: Flaubert neu lesen

Gustave Flaubert verschafft mit seiner präzisen und bildstarken Sprache ein hohes Lesevergnügen. Sämtliche Flaubert-Texte der diesjährigen SRF Kulturclub Literaturseminare liegen in der von der Fachpresse hochgelobten Neuübersetzung von Elisabeth Edl vor.

Das Frankreich zu Flauberts Zeit (um 1850) gibt in der westlichen Politik und Kultur den Ton an, das Bürgertum – von «Bär aus Croisset» kritisch beobachtet – wird zur neuen bestimmenden Schicht, Paris seine Metropole. Flaubert beobachtet seine Zeit scharf, leidet an ihr und setzt ihr eine hart errungene Sprachkunst entgegen. Damit begründet er den modernen, realistischen Gesellschaftsroman.

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Sämtliche Flaubert-Texte der diesjährigen SRF Kulturclub Literaturseminare liegen in der von der Fachpresse hochgelobten Neuübersetzung von Elisabeth Edl vor.

Eine zusätzliche Note ins Programm bringt der Roman «Väter und Söhne» von Iwan Turgenjew, einem engen Freund Flauberts. Ein seltener Fall von Literatenfreundschaft, wie ein Blick in den «Flaubert-Turgenjew Briefwechsel» 1863-1880 zeigen wird.

Zwei Seen. Dazwischen auf einer bewaldeten Anhöhe: ein grosses Hotel.
Legende: Auch Nietzsche liess sich von der Aussicht auf den Silsersee (vorne) und den Silvaplanersee (hinten) inspirieren. Rechts auf der Anhöhe thront das Waldhaus. Gian Giovanoli

Infos zur Anmeldung

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  • Bitte melden Sie sich mit dem Anmeldetalon aus dem Magazin an. Eine Online-Anmeldung für die Leserunden ist nicht möglich.
  • Die Seminare können auch kombiniert gebucht werden.
  • Anmeldeschluss: 30. April 2021
  • Mindest-/Maximalbeteiligung: 18/23 Personen
  • Programmänderungen aus organisatorischen Gründen vorbehalten.
  • Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Posteingangs berücksichtigt.

Die Seminare werden durch eine Dokumentation ergänzt, in der Zeitgeschichte und Texte von weiblichen «Musen» (Louise Colet, George Sand) und literarischen Nachfolgern (Daudet, Maupassant) Seitenblicke eröffnen.

Die Flaubert-Lektüre der 19. Literaturtage leitet Dr. Arthur Godel (ehemaliger Programmleiter DRS 2). Gelesen und diskutiert wird jeweils von 9.30 bis 11 Uhr und von 17 bis 19 Uhr.

Ein altes, grosses Hotel in einem Wald. Nahe an einem schneebedeckten Gipfel.
Legende: Das Waldhaus im Sommer. Gian Giovanoli

Seminar I: «Ein schlichtes Herz» (27. bis 30. Juni)

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  • Konzert: Klavierrezital Hisako Kawamura
  • Gastvortrag: Tim Krohn liest aus seinen neusten Werken

«Un coeur simple»: So überschreibt Flaubert das Porträt der tüchtigen und hingebungsvollen Dienstmagd Félicité und erinnert sich dabei auch an das Kindermädchen, das ein Leben lang im Dienst seiner Familie stand. Er zeichnet das Bild einer einfachen Frau mit einem grossen Herzen und einem grossen Glauben. Zum Vergleich dient Stifters Erzählung «Turmalin».

Seminar II: «Madame Bovary» (1. bis 4. Juli)

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  • Konzert: U. Witteler, Cello, H. Kawamura Klavier)
  • Film: «Madame Bovary» (von Claude Chabrol mit Isabelle Huppert)

Die Illusion einer Amour Fou mit tragischem Ende und das Leben in der französischen Provinz. Flauberts berühmtester Roman.

Seminar III: «Ein schlichtes Herz» (22. bis 25. September)

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  • Konzert: «Resonanzen»-Festival
  • Lesung: Elisabeth Hoger liest Texte von Robert Walser

Flauberts Text, kombiniert mit einer Erzählung von Maupassant

(siehe Seminar I)

Seminar IV: «Education sentimentale» (27. bis 30. September)

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  • Konzert: P. Nikitassova, Violine, und J. Behr, Theorbe (Barockmusik)
  • Gespräch: Elisabeth Edl «Vom Übersetzen»

Die «Education sentimentale», Flauberts zweites Meisterwerk, führt mitten hinein in gesellschaftlich und politisch turbulente Zeiten. Angezogen von einer verheirateten Frau, gerät der Jurastudent Frédéric ins Milieu der mächtig aufblühenden Pariser Kunstwelt, in einen Kostümball der Halbwelt, in heisse politische Diskussionen und in Strassenkämpfe der 1848er-Revolution. Der zweite Anlauf zu einer französischen Republik scheitert ebenso wie die Laufbahn des vom Glamour des Grossbürgertums geblendeten jungen Mannes. Die Übersetzerin Elisabeth Edl nimmt an zwei Leserunden teil.

Seminar V: Iwan Turgenjew «Väter und Söhne» (3. bis 6. Oktober)

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  • Konzert: Ch. Enderle Samatanga, Cello und NN, Klavier

Der nach Frankreich emigrierte Iwan Turgenjew war ein Star der Pariser Literaturszene um 1860. Sein im russischen Gutsbesitzermilieu spielender Roman «Väter und Söhne» zeigt einen Generationenkonflikt, heraus aus der alten Feudalgesellschaft und hin zu einer neuen Freiheit. Einen wesentlichen Anteil daran haben auch hier die Frauen.

Seminar VI: «Education sentimentale» (8. bis 11. Oktober)

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  • Vortrag (A. Godel): Flauberts Zeit im Spiegel der Maler (von Daumier bis Monet)

(siehe Seminar IV)

Ein edles Zimmer mit Tischen und Stühlen.
Legende: Lädt zum Verweilen und natürlich zum Lesen ein: das Lesezimmer im Waldhaus. Nina Baisch

Eingeschlossene Leistungen:

  • 3 Übernachtungen im Standardzimmer des 5*-Hotels «Waldhaus» in Sils-Maria, Halbpension
  • Waldhaus Spa
  • Leserunden
  • Konzerte, Referate gemäss Angaben
  • Oberengadiner Bergbahnen und Postautos
  • Gäste werden auf Wunsch am Bahnhof St. Moritz abgeholt

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