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Zuhause bei den Geschwistern Akanji
Aus Input Story vom 17.04.2019.
abspielen. Laufzeit 21:03 Minuten.
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«Input» Die Geschwister Akanji: Wenn die Schwester wegretuschiert wird

Wie es ist, wenn die kleine Schwester plötzlich vom Wahlplakat lacht, der kleine Bruder im grossen Deutschland Fussball spielt und die grosse Schwester von Journalisten aus einem Foto retuschiert wird, weil sie eben nicht so bekannt ist: Das ist die Geschichte der Akanji-Geschwister.

Ich habe die Akanjis getroffen. Genau, Manuel Akanji. Der, der in der Schweizer Nationalmannschaft spielt. Und ja er hat eine Schwester, die Politik macht. Sarah heisst sie und wurde mit einem Spitzenresultat für die SP in den Zürcher Kantonsrat gewählt. Und Michelle war beim Gespräch auch dabei.

Michelle? Ja, die gibt es auch. Nein, Manuel hat nicht nur eine Schwester. Da sind zwei. Michelle ist die älteste. Sie ist im Kulturbereich unterwegs. Noch nie gehört? Sie hat unter anderem das Audio-Feature «Vaterland» gemacht.

Sarah Akanji (links) und ihre Schwester Michelle. Und ja, sie haben noch einen Bruder.
Legende: Sarah Akanji (links) und ihre Schwester Michelle. Und ja, sie haben noch einen Bruder. ZVG

«Und, wie geht es Manuel?»

Zwei Schwestern, die sich in ihrem eigenen Bereich einen Namen machen und am Ende doch immer wieder gefragt werden: «Und, wie geht es Manuel?»

«Natürlich sehe ich mich als Schwester von Manuel und bin auch stolz auf ihn, aber Manuel sieht sich auch als Bruder von mir», erzählt Michelle zu Hause am Wohnzimmertisch. «Wir haben eine gleichberechtigte Beziehung.»

Die SRF 3-Sendung zum Thema

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«Input»-Redaktorin Sabine Meyer im persönlichen Gespräch mit Michelle, Sarah und Manuel Akanji über ihre Geschwisterbeziehung und wie sie sich gegenseitig prägen: Den Podcast kannst du dir hier anhören und herunterladen.

Es sind die Medien, die dieses Bild der «Schwester von...» pflegen, dabei habe Fussball kaum je etwas mit ihrem Leben zu tun und sie frage sich schon «wieso genau mein kleiner Bruder definiert, woher ich komme.»

Sie sind stolz – aber manchmal ist es zu viel

Es sei ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sind beide Schwestern auch enorm stolz auf den Bruder, freuen sich über seinen Erfolg und wenn er erwähnt wird.

Aber manchmal sei es einfach des Guten zu viel. Dann, wenn zum Beispiel Sarah nach einem Bild der Geschwister gefragt wird und am Ende die Redaktion die grosse Schwester wegretuschiert.

Die neuen Seiten der Geschwister

Wenn die kleine Schwester plötzlich vom Wahlplakat lächelt, der kleine Bruder im grossen Deutschland Fussball spielt und Interviews gibt: Für Michelle hat das auch etwas Erhellendes. Sie entdecke ganz neue Seiten an ihren Geschwistern.

«Plötzlich höre ich meine Geschwister sich zu ernsthaften Themen reflektiert äussern.» So, wie man sich zu Haus am Familientisch selten erlebt. Denn da ist man Kind und jeder hat seine Rolle. Wer kennt das nicht.

Die Akanji-Geschwister am Meer.
Legende: Ein Bild aus Kindertagen: Die Akanji-Geschwister am Meer. ZVG

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Rudolf Rüssel  (Wicked)
    täuscht der Eindruck oder wählen Migranten tendenziell links (pro Staatseingriffe)? Falls der Eindruck nicht täuscht, wird das Unikat Schweiz bald wie alle anderen Staaten. Man sollte sowohl Schweizer und Migranten einmal informieren, weshalb die Schweiz heute so erfolgreich ist...leider basierend auf Eigenschaften der Vergangenheit:
    Dezentralisierung, Eigenständigkeit (des Staates und des Bürgers) -> tiefe Steuerlast, Effizienz, Sparsamkeit usw....
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    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      1.Ja,er täuscht,denken Sie an Yvette Estermann,Shanky Wyser,Naveen Hofstetter und Aleksandar Naumovic.2.Eine der aller wichtigsten Errungenschaften der Schweiz ist die Meinungsfreiheit,und die gilt für alle,nicht nur für jene die in dr Meinung der Ihren entsprechen.3.Die Schweiz ist vorallem so erfolgreich,weil trotz rechter Regierung die Linken in einer Konsenspolitik mitgeredet haben.Ohne hätten wir weder AHV noch IV noch Arbeitsfriede noch Frauenwahlrecht,dafür Kinderarbeit,Sonntagsarbeit,etc
    2. Antwort von Rudolf Rüssel  (Wicked)
      @HPMüller, ich glaube ich habe mich weder gegen Meinungsfreiheit (welche durch Dezentralisierung gestärkt wird) noch gegen Mitwirken von links ausgesprochen. Migration ist auch eine Bereicherung, ich spreche nur von politischen Machtverschiebungen.
      Allerdings muss ich zugeben, hat das sehr wenig mit dem Artikel zu tun :)
  • Kommentar von René Schaer  (schaerrené)
    Akanji, ich bin stolz zu wissen, dass diese Familie zu meinen Landsleuten gehört.
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