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Mental Load: «Ich sage ihm, was er im Haushalt zu tun hat»
Aus Input Story vom 21.08.2019.
abspielen. Laufzeit 18:56 Minuten.
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«Mental Load» Paare: Die Frau befiehlt, der Mann führt aus?

Welches Paar kennt das nicht: Frau organisiert und erteilt Aufträge. Ihr Kopf rattert ohne Ende. Er liegt auf dem Sofa und meint: «Schatz: entspann dich mal». Und «Päng!» – die Situation eskaliert.

Sie: «Wieso muss ich immer daran denken, dass deine Mutter Geburtstag hat!?»

Er: «Musst du nicht! Sie hat ja gesagt, wir müssen nichts mitbringen.»

Sie: «Wir haben wieder nichts fürs Wochenende eingekauft!»

Er: «Easy, wir können ja am Sonntag am Bahnhof noch was einkaufen.»

Der «Mental Load»

Die Aufteilung des sogenannten «Mental Load» – der Denkarbeit – ist wohl einer der Hauptstreitpunkte in Paarbeziehungen. Und wer auf gleiche Aufteilung pocht, kann nur scheitern, warnt die Paartherapeutin Felizitas Ambauen. Die Lösung liegt im Umgang.

Mental Load
Legende: Was gibt's noch zu tun? Der «Mental Load» – einer der Hauptstreitpunkte in Beziehungen. Colourbox

Eine Situation, zwei Perspektiven

Frauen überlegen sich im Voraus, wie sich eine Situation entwickeln könnte und wo mögliche Probleme entstehen («Achtung! Es hat nur noch zwei Rollen WC-Papier»), Männer hingegen lösen das Problem, wenn es da ist («Es hat kein WC-Papier mehr. Zum Glück habe ich noch Nastücher»).

Das sei eine andere Perspektive auf die gleiche Situation, sagt Psychotherapeutin Felizitas Ambauen. Und weder die eine noch die andere sei die wahre Perspektive. Während die Frau die Haltung des Mannes als ignorant oder faul interpretieren dürfte, empfindet der Mann das Planen der Frau als stressig und oftmals unnötig.

Die SRF 3-Sendung zum Thema

Er führt zu zahllosen Streitereien in Paarbeziehungen: der Mental Load. Während er sich nach Feierabend bei einem Bier entspannt, ist der Kopf der Frau voll beladen.

Den Kurzpodcast «Input Story» kannst du dir jetzt anhören. Und auch die einstündige «Input»-Sendung zum Thema ist zum Nachhören online.

Hier sind drei Tipps von Felizitas Ambauen für die Aufteilung des «Mental Load»:

  1. Delegieren: Frau muss Aufgaben abgeben («WC-Papier ist dein Dossier»). «Wichtig ist bei diesem Punkt, dass ab dem Moment, wo die Aufgabe delegiert ist, die Frau sich auch wirklich nicht mehr dafür verantwortlich fühlt.» Oftmals hätten Frauen Mühe, die Verantwortung abzugeben. Sie delegieren die Aufgabe zwar, kontrollieren aber nach. Damit ändere sie letztlich nichts an ihrem «Mental Load» und es entstehe eine Hierarchie in der Beziehung. «Sie befiehlt, er führt aus.»
  2. Rituale/Aufgaben. Immer freitags wird die Wäsche gewaschen. Solch klare Strukturen helfen beiden, stellt die Psychotherapeutin in ihrem Praxisalltag fest. Er habe verbindliche Ansagen, wie es läuft und sie müsse nicht mehr permanent alle Dinge im Kopf haben.
  3. Teamsitzungen. Auch beim «Mental Load»-Thema ist Kommunikation unersetzbar. Felizitas Ambauen schlägt vor, dass sich Paare regelmässig zu Teamsitzungen treffen und gemeinsam anschauen, was ansteht. «Ich nenne das bewusst Teamsitzungen, um es aus der Paaraktivität zu lösen.» Hier geht es also nicht um ein romantisches Beisammensein, sondern ganz businessmässig um die Regelung möglicher Pendenzen.
  • Und als Bonustipp: Wann immer Frau oder Mann das Gefühl haben aus der «Mental Load» wird ein «Mental Overload» lohnt es sich die Frage zu stellen:

Muss ich das jetzt wirklich tun?

Dabei sind laut Felizitas Ambauen vier Wörter zentral in diesem Satz:

Muss: Ist es wirklich nötig?

Ich: Kann ich es delegieren?

Jetzt: Kann ich es verschieben?

Wirklich: Kann ich es auch sein lassen?

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Urs von Känel  (Urs von Känel)
    Dieser Artikel liest sich wie ein Beitrag im Friday-Magazin oder in der Bunte. So ein Schwachsinn! Ich könnte den gleichen Artikel schreiben und dabei Mann und Frau vertauschen und auch dort würden sich dann viele Paare melden, die sich wieder erkennen. Von Service Public halte ich sehr viel, erwarte im 2019 aber im Genderbereich differenzierte Artikel und Meinungen und nicht solchen Schund, der Stereotypen und Vorurteile aus dem letzten Jahrhundert bedient.
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  • Kommentar von Daniel Wacek  (TexBomb)
    Der Artikel ist ja immer noch da! Ich habe schon in einem Kommentar vor einer Woche darum gebeten, den Beitrag zu redigieren oder zu löschen. Sätze wie "Frauen überlegen sich im Voraus, wie sich eine Situation entwickeln könnte und wo mögliche Probleme entstehen" und "Er liegt auf dem Sofa und meint: «Schatz: entspann dich mal»" sind in ihrer klischeehaftigkeit hochgradig sexistisch. Das geht nicht!!
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  • Kommentar von Lorenor De Wilde  (Lorenor)
    Liebes SRF

    Irgendwie kann ich nicht nachvollziehen, dass solch männerfeindliche Artikel von Ihnen veröffentlicht werden. Auch nach dem zweiten Mal liest sich dieser Artikel noch immer wie ein 1. April Scherz. Wenn Sie wirklich solchen Schund veröffentlichen möchten, dann deklarieren Sie es bitte als wissenschaftlich unfundierten Schwachsinn aus der Feder einer wohl verbitterten Frau, die es bislang nicht geschafft hat, den richtigen Mann zu finden.
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    1. Antwort von Hera Zimmermann, Onlineproduzentin SRF 3 (SRF)
      @Lorenor De Wilde Die Beispiele sind alle aus dem realen Leben. Es haben sich danach auch ganz viele Paare gemeldet, die sich selbst wiedererkannt haben.
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    2. Antwort von Daniel Wacek  (TexBomb)
      @Hera Zimmermann Entschuldigen Sie meine offene Sprache, aber Sie haben das Wesen von Sexismus und Rassismus offenbar nicht verstanden. Es GIBT solche Paare, wie Sie sie beschreiben. Es gibt auch raffgierige Juden und kriminelle Ausländer. Das Problem ist die Pauschalisierung. So wie es im Artikel formuliert ist, wird impliziert, dass ALLE Frauen sorgfältig planen und ALLE Männer nur faul herumliegen. Das ist sexistisch. Also bitte redigieren oder entfernen.
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