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Digital Wir fahren ein Auto, das selber fährt

Der Fahrer hat die Hände auf dem Schoss – das Auto wechselt die Spur. Digital-Redaktor Reto Widmer lässt sich fahren. Autonome Autos sind die Hoffnungsträger der Hersteller, viel Geld fliesst in Forschung und Entwicklung. Doch die Verbesserung der Technik allein macht die Autos nicht serienreif.

Für dieses Thema bin ich viel Auto gefahren. In meinem von Hand geschalteten Honda, der durchschnittliche Assistenzsysteme hat, die gängigen: ABS, ESP, Servolenkung. Damit hat der Wagen mich zuverlässig nach Stuttgart zur Forschungsabteilung von Daimler und zur BMW Driving Academy auf einem ehemaligen Militärflughafen in Maisach bei München gebracht. Von dort gings auf die Autobahn und dann habe ich mich fahren lassen. Von einem BMW, der selber fährt. Ein komisches Gefühl, aber ich könnte mich daran gewöhnen. Entspannend!

Technisch sind die autonomen Autos machbar, die Herausforderungen liegen woanders: Zum einen bei der Übergabe, dann wenn das Auto nicht mehr weiter weiss und ich als Fahrer doch wieder einspringen und lenken muss. Zum Beispiel, wenn ich an eine Tagesbaustelle komme, die nicht auf der Karte eingezeichnet ist, nach der sich das autonome Fahrzeug orientiert. Zum anderen bei rechtlichen Fragen: Wer trägt die Verantwortung bei Unfällen?

Die autonomen Bayern

Damit ein Auto selber fahren kann, benötigt es verschiedene Kameras und Sensoren, Laserscanner, die die Umgebung erfassen und die Abstände zu allen anderen Objekten berechnen und auch die Geschwindigkeit anderer Verkehrsteinehmer feststellen können.
BMW hat in seinem Testfahrzeug verschiedene dieser Sensoren verbaut. Sie alle liefern die Informationen in den Rechner, der sich im Kofferraum befindet. Es ist quasi das Hirn des autonomen Fahrzeuges. Der Computer berechnet, was das Fahrzeug als nächstes tun soll und gibt die Befehle an die verschiedenen «Aktoren» weiter: Bremse, Gas und Lenkrad.

Die Hintergründe

Die SRF 3-Hintergrundsendung «Input» schaut am 2. März ab 20:05 Uhr genauer hin. Denn der Autopilot für Autos kommt schneller, als wir dachten.

Zum Anhören gibts die Sendung hier.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Held, München
    Wer Interesse am Thema hat, ist herzlich eingeladen bei unserer Umfrage der TU München mitzumachen. Das Thema ist "Gesellschaftliche Akzeptanz von autonomen Autos". Wer an den Ergebnissen interessiert ist, kann sich gerne unter adrian.held@mytum.de bei mir melden und wird nach Abschluss der Untersuchung über die Ergebnisse informiert. Vielen Dank
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  • Kommentar von Kurt Schrag, 3097 Liebefeld
    Was passiert, wenn die Fahrautomatik abstürzt und der "Fahrer" eigeschlafen ist oder ins töggelen eines Mails vertieft ist und die Aufforderung die Fahrverantwortung zu übernehmen nicht hört ???????
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    1. Antwort von Reto Widmer
      Vielen Dank für die Überlegung. Wenn die Fahrautomatik abstürzt fällt das Auto zurück auf "selber fahren", das ist so, wie wenn z.B. ABS ausfällt - bremsen kann der Fahrer dann noch immer, einfach ohne Unterstützung. Wenn die Fahrautomatik ausfällt, ist es derselbe Sachverhalt: Der Fahrer kann noch fahren, einfach ohne Unterstützung. Natürlich hat es gröbere Auswirkungen als bei ABS, wenn der Fahrer in so einem Moment dann eben nicht selber fährt. Nach dem Wiener Übereinkommen von 1968 ist es derzeit so, dass der Mensch, der Fahrer, die Verantwortung hat. Er muss jederzeit sein Fahrzeug sicher beherrschen können, egal ob das Auto gerade "von selber" fährt oder nicht. Mehr zu diesem Thema auch hier http://www.srf.ch/wissen/digital/autonom-fahren-der-mensch-hinkt-hinterher
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  • Kommentar von A. Huber, Basel
    Da sind sie wieder, die glücklichen Sklaven von Marie von Ebner-Eschenbach! Der technische Aufwand ist gigantisch. Da werden massenhaft Kameras und Sensoren eingesetzt, die die Umgebung erfassen. Grobfahrlässig, was da abgeht! Die Technikgläubigkeit ist immer noch grenzenlos, obwohl die moderne ICT viel zu komplex ist, um zuverlässig arbeiten zu können. Die Fehlerquellen sind zahlreich. Moderne Autos sind bereits heute um Welten fehleranfälliger, als deren Vorgänger... Das kann ja heiter werden!
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