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Greenfield Festival 2019 Zum Growlen: Festivalbesucher über ihre Lieblings-Metal-Genres

Für viele hört es sich einfach nur wie Geschrei mit lauten Gitarren an: Metal. Ha! Denkste! Es gibt unzählige Unterarten von Metal, wie uns die Besucher am Greenfield Festival bewiesen haben. Worin dabei der Unterschied liegt? Hier findest du's heraus!

Metal wie? Falls du dich schon immer gefragt hast, worin der Unterschied bei Black Metal, Death Core und Co. liegt, dann gibt's hier für dich ein bisschen Nachhilfe in Sachen Metal-Untergenres:

Death Metal

Der Sound: Die E-Gitarren sind tief gestimmt, vom Drummer her dröhnen schnelle Rhythmen, die oftmals von Doublebass dominiert werden.

Der Gesang: Im Death Metal wird nicht gesungen, sondern «gegrowlt». Das heisst, der Klang kommt aus der Kehle der Sängerin oder des Sängers.

Die Texte: Wer Death Metal macht, beschäftigt sich oftmals mit einer nihilistischen Weltanschauung und behandelt in den Lyrics Themen wie Tod, Krankheit oder gesellschaftliche Missstände.

Death Core

Der Sound: Oftmals werden die Stile Metal Core, Hardcore Punk und Death Metal vermischt. Am Schlagzeug wird mit Doublebasse gearbeitet, die Gitarren sind tiefer gestimmt. Ebenfalls essentiell: Breakdowns.

Der Gesang: Das «Growling» ist im Death Core tief, wird aber auch mit den im Metal Core typischen «Screams» und «Shouts» ausgeschmückt. Speziell für Death Core: «Pig Squeals». Das sind hohe, ohrenbetäubende Schreie, die an Schweine erinnern.

Die Texte: Die Lyrics drehen sich meist um Gewalt und Aggression. Doch es werden auch gesellschaftliche, persönliche und politische Themen angeschnitten.

Gesangs-Stile im Metal

«Growling»

Beim Growling kommen die Vocals aus der Kehle, was man als gutturalen Gesang bezeichnet. Das hört sich meist tief und verzerrt an.

«Shouting»

Hier bleibt die Stimme oftklar. Meist wird hier auch die normale Sprechstimme verwendet, keine Vocals aus der Kehle.

«Screaming»

Screaming ist von der Tonhöhe her der höchste der gutturalen Gesänge, der, wie es der Name schon sagt, dem Schreien ähnelt.

Black Metal

Der Sound: Wichtig: Die Produktion muss roh sein. Im Gegensatz zum Death Metal werden hier die Gitarren nicht tiefer gestimmt. Vielmehr werden damit monotone Riffs gespielt. In manchen Fällen werden gar Tasteninstrumente eingesetzt.

Der Gesang: Auch hier wird aus der Kehle gesungen. Je nach Band reicht der Gesang von hohem Schreien bis hin zu tiefem Gekrächze.

Die Texte: Ursprünglich galt der Begriff Black Metal für Bands mit satanistischen Texten. Mittlerweile gibt es aber viele Künstler, die sich mit heidnischen, nihilistischen oder misanthropischen Inhalten auseinandersetzen.

Folk Metal

Der Sound: Im Folk Metal wird europäische Volksmusik zelebriert. Halt nur eben unterlegt mit harten Drums und lauten Gitarren. Gerne werden auch verschiedene Metal-Stile verwendet.

Der Gesang: Clean Vocals sind hier, im Gegensatz zu vielen anderen Metal-Subgenres, gerne gesehen.

Die Texte: Patriotismus, Mythen und die Religionen der jeweiligen Umgebung, aus der die Band kommt, spielen in den Texten eine grosse Rolle.

Slamming Brutal Death Metal

Der Sound: Im Grundsatz wird Death Metal gespielt. In der Regel ist Slamming Brutal Death Metal jedoch schneller und komplexer aufgebaut als beim Death Metal.

Der Gesang: Auch hier hörst du am meisten Kehlkopfgesang, also «Growling». Oft ist er aber noch viel kehliger als im Death Metal.

Die Texte: Hier lautet die Devise: Hauptsache brutal. Egal ob Mord und Totschlag oder gar satanistisch angehauchte Themen. Solange es schockieren kann, ist's okay.

Viking Death Metal

Der Sound: In den Songs werden Elemente aus Black Metal und Death Metal verarbeitet, die mit Folk-Melodien aus Skandinavien ausgeschmückt werden.

Der Gesang: Meistens wird im Viking Metal mit «Growls» und «Screams» gerarbeitet.

Die Texte: Lyrisch bewegen sich Viking Metal-Songs in der Mythologie der Wikinger und es werden das Leben, die Sagen und Schlachten der Wikinger besungen.