Albumcheck: Beyoncé «Lemonade»
Albumcheck: Beyoncé «Lemonade»
| Was ist «Lemonade»: |
| Die aufwendigste Albumveröffentlichung im Popzirkus seit Langem, wenige Tage vor dem Start von Beyoncés Welttournee: Ein einstündiger Fernsehfilm am Samstagabend auf HBO, in dem man ihr u.a. beim Monstertruck-Fahren und Autos-Zerstören zuschauen darf und eine Ehekrise erahnt. Ein Film über Rassen- und Geschlechterdiskriminierung, enttäuschte Liebe, Wut und Protest. Der Film enthält zwölf Songs, die zeitgleich als Album auf Tidal veröffentlicht wurden. |
| Warum heisst das Album so: |
| Es gibt den Spruch: «When life gives you lemons, make lemonade» - wenn dir das Leben Saures (also Zitronen) gibt, mach Limonade. Nach Limonade klingen allerdings nur wenige Songs; die meisten sind eher ein guter, schwerer Wein. |
| Wie klingt's: |
| Wie die emotionale Berg- und Talfahrt einer Beziehungskrise. Düster, mit sporadischen Aufhellungen. Tiefgründig. Reif. Ergreifend. Musikalisch enthält die Formel Pop, R&B, Reggae und sogar Country. |
| Stärkste Songs: |
| Hold Up (klingt nach Reggae und einem feinen Sommerhit), Daddy Lessons (so überraschend habt ihr Beyoncé noch nie gehört: Das ist ein Country-Song!), Sand Castles (die obligate und sehr schöne Ballade), Freedom (ein souliger Protestsong mit Kendrick Lamar. Eine Bürgerrechte-Hymne, aber zugleich ein tiptop Song für die Fitness-Playlist). |
| Die Gäste auf dem Album: |
| Jack White, The Weeknd, James Blake, Kendrick Lamar |
| Hat sie denn rein gar nichts falsch gemacht? |
| Wenn man ihr irgendwas vorwerfen kann, dann höchstens eine Spur zuviel Pathos da und dort auf dem Album. Und dass sie es trotz Ehekrise vorerst nur auf dem Streaming-Dienst ihres Noch-Ehemanns Jay Z veröffentlicht. |