Album-Check: «This Is All Yours» von Alt-J

Die Mercury Prize Gewinner von 2012 bringen den Nachfolger ihres bejubelten Debüts «An Awesome Wave» und zementieren damit ihren Status als derzeit Grenzen sprengendste Band der Gegenwart.

Alt-J: This Is All Yours

Das Album in drei Worten:
Merkwürdig, innnovativ und wunderschön.
Klingt wie:
Die konsequente Weiterführung des Debütalbums «An Awesome Wave». Weil sonst niemand wie Alt-J klingt.
Das sagt der Indie-Hipster-Musik-Polizist:
«Die sind mir langsam zu Mainstream. Die hab ich ja schon gekannt, da gab's die noch gar nicht.»
Das ist das Highlight:
Das sich filigran steigernde Meisterstück «Hunger Of The Pine» mit Miley Cyrus Sample und Trip-Hop Orgie zum Ende hin. Und dabei ist Trip-Hop in England seit Jahren verpönt.
Das sagt der AC/DC-Fan:
«Was isch de das füres huere Kunschti-Gaggi? Bringe chle Gitarrene. Bumm zägg, äi si - äi si - äi si di ssi!»
Dieser Drink passt zu «This Is All Yours»:
Ein Mate Tee? Ein kühles spanisches Bier? Ein Whiskey? Am besten alles zusammen!
Was macht «This Is All Yours» so relevant?
Weil es innovativ und frisch ist. Im Gegensatz zum Hispter-Outfit der Band. Das hat nen riesen Bart.
Was mich auf dem Album stört:
Die etwas verkopften Konzeptsongs und Interludes um die südjapanische Stadt Nara. Mehr störend denn bereichernd. Da wurde mit der Studiotechnik etwas übertrieben. Alt-J sind dann am besten, wenn sie sich auf die treibende Kraft ihrer Songs und das einzigartige Stimmen-Arrangement verlassen.
Fun-Fact zum Album:
Miley Cyrus wollte zuerst das ganze Album hören, bevor sie ihr Stimmen-Sample «I'm a female rebel» frei gab.

Das Albumhighlight «Hunger Of The Pine»