Videos: Das Wunderkind Nemo live im Studio

Er hat alle Erwartungen eingelöst und sogar übertroffen. Nemo aus Biel ist ein Wunderkind und das neue, angesagte Gesicht des Schweizer Raps. Der gerade erst 17-Jährige sprengt die Grenzen der gängigen Hip-Hop-Norm: Er rappt, singt und schraubt seine Beats selber. Leicht, unverbraucht, echt.

Am 28. Januar 2016 kam, sah und rappte ein Schüler und trocknete gleich die Schweizer Rapszene ab. Am Virus Bounce Cypher sorgte der Jungspund Nemo aus Biel mit seinem Auftritt für Aufruhr in der Szene. Das Video ging viral – und alle wussten: Da kommt was Grosses.

Acht Monate später ist die Bestätigung da, die Erwartungen übertroffen. Nemo ist mit der EP «Momänt Kids» am Start, die Kür zum SRF 3 Best Talent folgt auf dem Fusse und zurecht.

«Hier versammelt sich Talent, Kreativität und Eigenwilligkeit in einem Gesamtpaket, das man von einem 17-Jährigen so nicht erwarten kann», sagt «Black Music Special»-Moderator Sascha Rossier.

Anders gesagt: Das neue Gesicht des Schweizer Raps hält sich nicht an Normen, pfeift auf Realness, zieht sein Ding durch, singt, rappt und sampelt, so wie es ihm richtig scheint: mit Leichtigkeit, Unverbrauchtheit, Melodie und mit spür- und hörbarer Freude.

Das Wunderkind ist ein Wunderkind. Er kann eigentlich alles.

Nemo am Openair Frauenfeld 2016

2:18 min, vom 3.10.2016

Mit drei Jahren spielte er Geige, mit fünf machte er Strassenmusik und verdiente Sackgeld, mit 13 spielte er im Musical «Ich war noch niemals in New York» mit und er kann auch in Sachen Opern problemlos mithalten, mit 15 begeisterte er in der Castingshow «Die grössten Schweizer Talente», diesen Sommer – mit 16 – war er zum ersten Mal am Openair Frauenfeld und stand gleich für einen Gastauftritt mit Lo & Leduc auf der Bühne.

Zettelifragen für Nemo, oder: Der Rapper kann auch Oper, schlüpft in die Rolle von Papageno. Und: Warum sein Name (wegen diesem Fisch) nicht nur Fluch, sondern auch Segen ist.

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