Der verrückte Koreaner

K-Pop oder Korean Pop ist uns Westlern in etwa so gängig wie die tiefsten Tiefen des Amazonas. Zurzeit begeistert aber ausgerechnet ein verrückter Südkoreaner unter dem Pseudonym PSY die ganze Welt mit seinem Youtube-Hit «Gangnam Style». Wie lange es wohl dauert, bis er durch unsere Charts tanzt?

Park-Jae Sang ist nicht unbedingt der kreativste Songschreiber. Aber darum geht es bei «Gangnam Style» auch überhaupt nicht. Was der Rapper und Popmusiker nämlich in seinem Video zur Single auf den Betrachter loslässt, das ist - einfach ausgedrückt - der pure Wahnsinn.

Schon nach den ersten 30 Sekunden ist jedem klar, dass mit diesem Typen die Pferde durchgegangen sind. Und das ist auch Absicht. Der 35-jährige Musiker, der einen Abschluss an der Boston Universtiy und dem berühmten Berklee College Of Music besitzt, weiss genau, was für eine abgefahrene Affenshow er in seinem Video abzieht. Und es macht ihm offensichtlich riesigen Spass.

Humor geht vor

Humor war schon immer eine wichtige Zutat seiner Videos. Diesen treibt PSY in «Gangnam Style» aber auf die Spitze. Über 50 Millionen Youtube-Klicks in nur drei Wochen - das ist genau so verrückt wie der durchgeknallte Tanz, welcher von PSY und seinen Tanzpartnern über das ganze Video weg zelebriert wird.
PSY hat, ganz taktisch, bereits ein zweites Video nachgeliefert. Nicht weniger verrückt, mit etwas mehr Sex und noch teureren Requisiten. Und auch dieses sammelte in nur drei Tagen über fünf Millionen Klicks.

Charteinstieg im Westen?

Auch wenn der Song nicht originell ist, so frisst er sich doch sofort in die Gehörgänge und beisst sich dort fest. Da stört auch der eigenwillige Mix aus koreanisch und englisch nicht. Die ganze Welt liebt den «Gangnam Style», bereits gibt es tausende Nachahmer des Tanzes und PSY ist ein Internet-Held. Es ist ihm also zuzutrauen, dass er uns noch eine ganze Weile unterhalten wird.