Wie ein Sommer auf Polaroid

Warm, versprüht grobkörnige Retro-Gefühle und lässt abdriften: Das «Sounds!»-Album der Woche von Jane Weaver.

  • Mit mittlerweile 45 Jahren flirtet die experimentelle Folk-Sängerin Jane Weaver aus Liverpool mit eingängigen Popsongs, behält aber ihre schier undurchschaubare Verspieltheit.
  • «Modern Kosmology» entstand mit altem, zum Teil antikem, Analog-Equipment und strotzt vor Vintage-Synthiesounds. Der Mix fordert und fasziniert, reicht vom verträumten Pop über kantigen Kraut-Rock bis zum fröhlichem Folk.
  • Das Resultat passt überall: Im verrauchten Keller-Club, auf die gemütliche Dachterasse, zum Sommer-Road-Trip.
  • Bisher: Nach Britpop mit Kill Laura und Folktronica mit Misty Dixon erschuf Jane Weaver solo elektronischen Psych-Folk und landete mit «Silver Globe» (2015) eine vielbeachtete Renaissance.
  • Genre: Psychedelic Pop, Indie, Kraut-Rock
  • Essenzielle Tracks: «Slow Motion,» «Did You See Butterflies» und «The Architect»
  • Nachsitzen: «Don't Take My Soul» (2014)

Sendung zu diesem Artikel