Grauzone: Musikpioniere, deren Hit auch ihr Fluch wurde

Sie hatten den richtigen Soundtrack zur richtigen Zeit: klirrend, kalt und monoton - und sie schufen den ersten Drum Loop der Schweizer Musikgeschichte.

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Bildlegende: Innovative Soundforschung Grauzone 1980-1982 remastered Albumcover

Stephan Eicher, Martin Eicher und Marco Repetto waren Grauzone, 1980 eine der ungewöhnlichsten Bands in der Schweiz. Chef und Kopf der Band war Martin Eicher, der heute unbekanntere Bruder von Stephan Eicher.

Grauzone ist eine der ersten Schweizer Bands, welche als sogenannte «Art Band» auftrat. Neben der Musik, waren die Mode und bei den Liveauftritten auch die Videoproduktionen wichtig.

Unwissend Pionierarbeit geleistet

Als Grauzone anfangs der 80er Jahre ins Tonstudio gingen, war ihnen nicht genau klar, wie ihre Aufnahmen tönen sollten. Also wurde viel experimentiert, Verschiedenes ausprobiert und nach neuen Klängen gesucht.

Ohne es zu wissen, leistete die Band damals Pionierarbeit. Unter anderem entstand damals der Song «Film 2», welcher 1981 erschienen ist. Wobei: Song ist an dieser Stelle nicht ganz korrekt - richtig wäre Track. «Film 2» hat keine klassische Strophe und auch keinen Refrain – der Song baut sich Takt für Takt auf und ist eine Collage von verschiedenen Klängen.

Da die Band kein Geld hatte, konnten sie sich die teuren Aufnahmebänder nicht kaufen, sondern nur mieten. Nach den Studioaufnahmen wurden diese Bänder unwiderruflich gelöscht und überspielt. Den Song «Eisbär» und den Track «Film 2» gibt es auf dem Originalband nicht mehr.