Michael von der Heide: Chansonnier mit Affinität zum Theater

«Jeudi Amour» war der Türöffner - eine schöne, eingängige Melodie, nicht platt oder aufdringlich. Das darauf folgende «Where The Wild Roses Grow» ist wohl der kontroverseste Zwiegesang in einer langen Reihe von Duetten.

Auf Winterreise. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Michael von der Heide Auf Winterreise. Patrick Mettraux

Er war Au Pair in der Romandie, Krankenpfleger in Winterthur und Babysitter bei Vera Kaa.

Mitte der 90er Jahre startete Michael von der Heide seine Karriere als Sänger. 1998 landete er mit einem Song aus der Feder der Bündner Liedermacherin Corin Curschellas einen Hit: «Jeudi Amour» ist eines der wenigen Liebeslieder, das den Donnerstag im Namen trägt. Das «Jeudi» kann aber auch anders verstanden werden.

Zwei Jahre später stand er mit Kuno Lauener vor dem Mikrophon und sang «Where The Wild Roses Grow».

Die Idee, den Nick Cave-Song in Mundart einzusingen, hatte Michael von der Heide. Voller Respekt fragte der Zürcher beim Berner Kuno Lauener an, ob er den Part von Nick Cave übernehmen wolle.

Das ungleiche Paar ergibt eine explosive Mischung: Da der coole, männliche Kuno, dort der androgyne Michael von der Heide in der Rolle der Kylie Minogue.

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Video der Woche: Michael von der Heide

4:52 min, aus Musicnight vom 9.4.2010