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Alessia Heim über das Hackbrett spielen lernen
Aus Radio SRF Musikwelle vom 19.09.2019.
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Volksmusik-Instrumente Hackbrettklänge aus der Ostschweiz

Die St.Gallerin Alessia Heim und der Appenzeller Walter Alder kommen nicht nur beide aus der Ostschweiz, sie spielen auch leidenschaftlich gerne Hackbrett. Dieses Saiteninstrument ist sensibel und aufwendig. Um es zu stimmen, braucht man mindestens eine halbe Stunde.

Alessia Heim ist eine der vier auserwählten Jung-Musikantinnen, die dazu auserkoren wurden, die Hymne zum Eidgenössischen Volksmusikfest in Crans Montana 2019 zu komponieren. Sie wohnt seit ihrer Geburt in St. Gallen. Seit elf Jahren spielt sie Hackbrett. «Es gefällt mir immer noch wie am ersten Tag», schwärmt die Ostschweizerin.

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Der Wälschland-Express am Komponier-Wochenende in Crans-Montana
Aus Radio SRF Musikwelle vom 28.08.2019.
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Das Hackbrett ist ein sensibles und aufwendiges Instrument. Vor einem Auftritt braucht sie bis zu einer Stunde, um die Saiten zu stimmen. Die 17-Jährige experimentiert auch gerne. Sie spielt am liebsten Filmmusik und 80er-Jahre-Hits. Im SRF Musikwelle-Studio gibt sie eine Eigenkomposition zum besten.

Instrumenten-Tausch

Der Ausserrhoder Ländlerkönig Walter Alder weiss auch, dass es viel Zeit braucht, um die Saiten des Hackbretts zu stimmen. Schon früh war der Ländlerkönig von diesem Instrument begeistert. Eigentlich spielte er als Knabe mehr Bass. Sein Bruder spielte Hackbrett, wollte dann aber das Instrument tauschen, weil für ihn das Üben und stimmen zu aufwendig war.

Von Ungarn nach Appenzell

«Es ist ein vielseitiges Instrument und den Klang hab ich sehr gern», schwärmt Walter Alder über sein Hackbrett. Die Musik aus Ungarn und Rumänien nahm er als Vorbilder, schaute ihnen viel ab und eiferte ihnen nach. So konnte er die Eigenheiten aus diesen Ländern in die Appenzeller Musik einfliessen lassen, was für ihn das Hackbrettspielen bis heute interessant macht.

Sein Repertoire ist gross. Mit seiner Formation «Alderbuebe» spielt er nebst Eigenkompositionen aber auch fremdländische Klänge wie ungarische Czardas, argentinische Tangos sowie virtuose französische Akkordeon-Musettes.

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Alderbuebe
Aus Potzmusig vom 25.08.2012.
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Spielen ohne Noten

Ein gutes Auffassungsvermögen sei ganz wichtig, wenn man anfangen will, dieses Saiteninstrument zu lernen, erklärt der Ländlerkönig Walter Alder. Am Anfang spiele man meist ohne Noten. In den Musikstunden werde nach der Methode vorzeigen nachspielen gelehrt, und das Stück für Stück.