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Ökologische Badeferien Schluss mit Flugscham!

Barcelona, Berlin und Bari sind alles Orte, die du mit dem Zug erreichen kannst – ganz ohne Flugscham. Denn gemäss einer Umfrage wollen immer mehr Menschen in der Schweiz aufs Fliegen verzichten oder künftig weniger Flugreisen wahrnehmen. Virus zeigt dir, wie dieser Vorsatz gelingt.

Yes, Flugscham is a thing! Gemäss einer repräsentativen Umfrage einer Umweltorganisation wollen knapp vierzig Prozent der befragten Personen künftig weniger fliegen oder sogar ganz auf Flugreisen verzichten. Diesem Sinneswandel geht ein wachsendes Bewusstsein bezüglich CO2-Belastung durch den Flugverkehr vor – auch aufgrund der aktuellen Klimadebatte.

Mit dem Einzug des Sommers und pünktlich zur Ferienzeit suchen deshalb viele Menschen praktische Alternativen zum Fliegen. Du auch? Dann bist du hier genau richtig. Folgende sechs Reisedestinationen haben alles, was du für die Sommerferien brauchst: Bademöglichkeiten oder sonstige Erholungsangebote und allem voran eine Anreise mit vertretbaren CO2-Emissionen.

1. Barcelona-Sants (Spanien/Katalonien)

Ein Strand in Barcelona.
Legende: Unsplash/Federico Giampieri

Wie? Von Genf via Lyon (Part Dieu) mit dem Zug.
Wie lange? Von Genf noch etwa acht Stunden.
Wieso? Weil Barcelona. Hier hast du alles: Kultur, kannst ausgehen und an den Stränden chillen. Ausserhalb von Barcelona gibt es mehrere geheime und ruhigere Strände. An den Garraf Beach, Link öffnet in einem neuen Fenster dauert es nur fünf Minuten mit dem Zug und dann heisst's: Mojitos ballern!

CO2-Ausstoss: Fliegen vs. Zugfahren

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Fliegen töte zukünftige Menschen, warnen Kritiker. Ein einziger Ferienflug könne das Klima stärker aufheizen als ein Jahr lang Autofahren und das Haus mit Erdöl heizen.

CO2-Menge für 1xRetour-Reise nach Barcelona:

Flugzeug = 408 kg

Zug = 70 kg

2. Beograd Centar (Serbien)

Fischerboote an einen Steg.
Legende: Unsplash/Alexander Mils

Wie? Von Zürich via Zagreb mit dem Nachtzug.
Wie lange? Rund 20 Stunden.
Wieso? Die Flussinsel Ada Ciganlija, Link öffnet in einem neuen Fenster ist die perfekte Abkühlung, denn es gibt viel zu sehen in Belgrad. Zum Beispiel hat diese Stadt eine solide Underground-Raver-Szene zu bieten. Diese serbische Balkanmetropole sollte definitiv auf deiner Liste sein.

3. Bari Centrale (Italien)

Die Küste von Bari.
Legende: Unsplash/Hugo Zlotowski

Wie? Von Zürich via Milano Centrale mit dem Nachtzug.
Wie lange? Etwa 11 Stunden.
Wieso? Die adriatische Küste bietet einen Traumstrand nach dem anderen. Buchten, felsige Steilufer und weisse Dächer mit Karibik-Flair: Hier kannst du dich so richtig entspannen.

4. Ljubljana (Slowenien)

Eine Brücke in Ljubljana.
Legende: Unsplash/Rok Zabukovec

Wie? Von Zürich mit dem Nachtzug.
Wie lange? Etwa 11½ Stunden.
Wieso? Es muss nicht nicht immer London oder Paris sein. Es darf auch mal Slowenien sein. Die grüne Hauptstadt von Slowenien hat es in sich: Auch wenn man im Fluss Ljubljanica nicht schwimmen kann, gibt es genügend Pärke und in rund 30 Minuten bist du in Iški Vintgar, Link öffnet in einem neuen Fenster: Eine Schlucht, gekühlt durch einen Fluss, der nie wärmer als 19 Grad wird.

5. Berlin Hauptbahnhof (Deutschland)

Berlin, Fluss und Flussboot.
Legende: Unsplash/Claudio Schwarz-Purzlbaum

Wie? Von Zürich mit dem Nachtzug.
Wie lange? 12 Stunden.
Wieso? Was Wieso?! Auch in Berlin gibt es im Sommer Erholungsorte, wie zum Beispiel der Trebusersee oder Grunewaldsee, wo es sogar einen Hundepark hat. Doggos und Chillen, also die perfekte Kombination für einen lazy Sunday.

6. Marseille St Charles (Frankreich)

Blick aufs Meer von Marseille.
Legende: Unsplash/Erin Doering

Wie? Von Genf mit dem Zug.
Wie lange? In etwa 4 Stunden bist du dort.
Wieso? Die Hafenstadt in Südfrankreich wird derweil als Kulturstadt Europas angesehen. Junge Designer haben diese Stadt aufgepeppt und pssssst... es ist noch ein Geheimtipp – es gibt also nicht so viele Touris. Sie lädt zudem zum Flanieren und Entspannen ein und liegt direkt an der Côte d'Azur, wo du natürlich baden gehen solltest. Rund um Marseille gibt es viele Nationalparks mit steilwandigen Küsteneinschnitten – zum Beispiel Calanques de Sormiou, Link öffnet in einem neuen Fenster. Dort läufst du teilweise eine Stunde hin, weil es autofrei ist, aber es lohnt sich voll. Google it, it's mad.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Derungs  (rede)
    Na ja, ich finde das gut. Eine Zugreise kann ein Erlebnis sein. Alleine, mit Freunden oder der Partnerin ist das gut. Mit kleinen Kindern eher nicht. Aber da der weltweite Flugverkehr gemäss der IEA (Internationale Energieagentur) nur gerade 2,69 % der gesamten menschgemachten CO2-Emission ausmacht retten wir das Klima nicht, wenn wir aufs Fliegen verzichten. Es verbleiben immer noch 97,31 % der CO2-Emissionen. Da müsste an ganz anderen Orten angesetz werden.
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  • Kommentar von Georg Schneider  (Merguez)
    Den Hauptgrund für die Wahl des Flugzeugs anstatt des Zuges für die Reise verschweigt ihr mal geflissentlich: Die Preise. Ich bin bereit für eine ökologischere Reise mehr zu bezahlen, ja, selbst wenn ich zusätzlich noch deutlich (!) mehr Reisezeit dafür in Kauf nehmen muss. Aber beim momentanen Preisverhältnis Flug/Bahn (dankt der Politik dafür) werde ich weiterhin das Flugzeug nehmen. Sry. Mit meinem äusserst bescheidenen Konsum-Verhalten mache ich den CO2-Austoss sowieso längst wieder wett.
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