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Let's Play Spielerisch lernen, wie Wein produziert wird

«Hundred Days: Winemaking Simulator» ist ein Strategie-Game aus Italien: Wir pflanzen, pflegen, keltern und verkaufen.

Video: Guido spielt «Hundred Days: Winemaking Simulator» (Let’s Play)

Wenn du auch zu denen gehörst, die vor dem Weinregal leicht überfordert die Flasche mit dem schönen Etikett wählen, aber eigentlich gerne mehr über Wein wüssten – dann hast du jetzt eine einfache Möglichkeit, besser zu verstehen, wie Wein produziert wird.

Denn das ist das Ziel von «Hundred Days: Winemaking Simulator». Wir schlüpfen in die Rolle der Anfänger-Winzerin Emma und bauen ein kleines Weingut im Piemont auf. Zuerst versuchen wir uns mit einem Barbera, später dann beispielsweise einem Chardonnay. Wir pflegen die Reben, ernten, keltern, gären; wir lassen den Wein reifen, füllen ihn ab – und kümmern uns dann um den Verkauf, an Restaurants, Privatkunden oder übers Internet. Also die komplette Palette der Weinproduktion.

Das Jahr ist in die vier Jahreszeiten mit jeweils fünf Zügen aufgeteilt. In jedem Zug können wir Karten ausspielen, die Aktionen auslösen, z. B. Reben zurückschneiden. Je nach Aktion dauern sie unterschiedlich lang. Zu Beginn sind wir noch eingeschränkt, mit der Zeit können wir unseren Rebberg ausbauen. Und müssen uns entscheiden, was wir produzieren wollen: Durchschnittswein für den Grossverteiler oder edle Tropfen für Liebhaber.

Entwickler Yves Hohler zu Gast auf dem Geek-Sofa

«Hundred Days» kommt entspannt daher – wir hören die Vögel pfeifen, ein Cello singt, wir erledigen jedes Jahr die gleiche Routine. Und das ganze Game lässt sich nur mit der Maus bedienen – wir haben also eine Hand frei für ein schönes Glas Rotwein.

Doch gleichzeitig ist das Game überraschend schwierig, denn jeder Ausbauschritt ist ein grosses Risiko. Spielt das Wetter mal nicht mit oder geht die Abfüllmaschine kaputt, kann ein gut laufendes Weingut in einem Jahr bankrottgehen.

Es scheint harte Arbeit zu sein, als Winzer zu überleben. Einer der Macher weiss das aus eigener Erfahrung: Yves Hohler wurde zuerst Winzer, dann Game-Designer. Er hat Schweizer Wurzeln – seine Eltern haben ein Weingut in Italien gekauft, als er fünf war. Seither ist er mit Reben aufgewachsen, hat auf dem Hof mitgearbeitet und später eine Ausbildung zum Winzer abgeschlossen. Er erzählt uns seine ungewöhnliche Biografie auf dem Geek-Sofa, zum Nachschauen oder -hören oben.

«Hundred Days: Winemaking Simulator» ist für Windows PC. Es soll später auch auf der Switch und Smartphones erscheinen.

Radio SRF Virus, 18.5.2021, 16:20

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