Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Let's Play «Yakuza: Like a Dragon» ist auch mit neuer Hauptfigur grossartig

Episches Drama, irrwitzige Mini-Games und toller japanischer Humor: die neuste Ausgabe der «Yakuza»-Serie überzeugt.

Video: Guido spielt «Yakuza: Like A Dragon» (Let’s Play)

Ich mag die «Yakuza»-Serie, weil die Mischung so perfekt ist: Wir erleben ein episches Drama im Milieu der japanischen Mafia. Dazwischen verprügeln wir unzählige Halunken. Wir vertreiben uns die Zeit mit Mini-Games, die immer wieder überraschen. Und alles ist garniert mit einem irren Humor, der japanischer nicht sein könnte.

All das macht auch diese neue, die achte Ausgabe der Serie, «Yakuza: Like A Dragon» (ein doofer Titel, denn in Japan heisst die ganze Serie «Ryū ga Gotoku», was bereits «Wie ein Drache» bedeutet).

Ganz neu ist aber der Hauptdarsteller – in der letzten Ausgabe hat uns Langzeit-Protagonist Kazuma Kiryu verlassen. Jetzt ist stattdessen Ichiban Kasuga dran, und dieser Wechsel gelingt überraschend gut.

Zwar ist die Grundstruktur der Geschichte so wie immer in «Yakuza»-Games: Der Hauptdarsteller hat zwar Verbindungen zur japanischen Mafia, gehört mittlerweile aber nicht mehr dazu; etwas Dramatisches passiert, das zunächst ganz anders scheint, als es ist; je länger wir spielen, desto mehr mächtige Figuren treten aus dem Schatten hervor, desto komplexer und verwobener wird das Drama.

Doch nun ändert sich die Perspektive. Denn im Gegensatz zu Kiryu, der immer nahe am Zentrum der Macht war, ist Ichiban ein Aussenseiter. Eher zufällig in der Yakuza gelandet, nur halbherzig dabei, zwar ehrenhaft, aber auch sehr naiv stolpert er recht unfreiwillig in das Drama. Er hält den Kopf hin für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, und erwartet dafür nach abgesessener Gefängnisstrafe Ehre und Belohnung – nur um festzustellen, das ihn alle vergessen haben. Dieser liebenswerte, ehrenhafte Trottel gibt dem üblichen Yakuza-Drama einen ganz neuen, wohltuenden Anstrich.

Aber natürlich glänzt «Yakuza: Like A Dragon» auch wegen der Minigames, und die sind in dieser Ausgabe besonders crazy: Wir besuchen beispielsweise ein Kino, das alte Filme zeigt, und müssen Ichiban daran hindern, in der Vorführung einzuschlafen. Oder wir übernehmen die Leitung eines traditionellen Knabberzeug-Herstellers und können dann ein ganzes KMU-Imperium in Yokohama aufbauen – inklusive Huhn, das «Omelette» heisst und wir durchaus auch als Manager einer Bar einstellen können; und Shareholder-Meetings, in denen wir vergraulte Aktionäre überzeugen müssen, in dem wir uns unterschiedlich tief verbeugen.

«Yakuza: Like A Dragon» ist für Playstation 4, Xbox One/X/S und Windows PC. Eine Playstation-5-Version soll im März kommen. Es ist ab 18.

Radio SRF Virus, 12.01.2021, 14:20 Uhr

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hans Vetsch  (Psan)
    Ich finde die Umbenennung super. Nicht nur weil der originale Name der Serie da rein kommt, sondern weil es auch verdeutlicht dass es ein kompletter Neuanfang ist. Wenn wir ehrlich sind ist Yakuza Like a Dragon, ausser dem Namen des Games in Japan, in jeglicher Beziehung ein Spin Off der bisherigen Yakuza Serie.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen