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Mit dabei: «Little Fires Everywhere», «What We Do in the Shadows», «The Morning Show», u. v. a.
Legende: Das Rennen um die «Emmy»-Statuen ist eröffnet Mit dabei: «Little Fires Everywhere», «What We Do in the Shadows», «The Morning Show», u.v.a. Collage SRF
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Serien-Check Emmy-Nominierungen 2020: Welche Serien lohnen sich?

Am 20. September werden zum 72. Mal die wichtigsten Serienpreise der Welt vergeben. Wo und wie die Verleihung stattfindet, ist zurzeit noch unklar. Was wir allerdings bereits wissen: Unter den Nominierten sind ein paar überraschende Namen dabei. Welche Serien lohnen sich? Wir machen den Check.

Wer jeweils am Ende des Jahres unsere Listen mit den besten Serien auscheckt…

...oder sich von unserer Auswahl der bislang besten Serien des aktuellen Jahres inspirieren lassen hat…

...kennt die meisten Serien bereits, welche sich am 20. September Hoffnungen auf eine oder mehrere «Emmy»-Statuen machen dürfen.

Am Dienstagabend wurden die Nominierungen für die 72. «Emmy»-Preisverleihung bekannt gegeben. Am meisten Nominationen heimste die faszinierende Comicbuch-Sequel-Miniserie «Watchmen» (26) ein, während sich die Reiche-Leute-Satire «Succession» die meisten Nominierungen unter allen Drama-Serien sichern konnte (18). Beide Serien haben es Ende letztes Jahr in unsere Bestenliste geschafft.

«Emmy»-Verleihungen 2020: die Nominierten

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Beste Comedyserie

  • «Curb Your Enthusiasm» (Sky Show)
  • «Dead to Me» (Netflix)
  • «The Good Place» (Netflix)
  • «Insecure» (Sky Show)
  • «The Kominsky Method» (Netflix)
  • «The Marvelous Mrs. Maisel» (Prime Video)
  • «Schitt's Creek» (TVNOW)
  • «What We Do in the Shadows»

Beste Dramaserie

  • «Better Call Saul» (Netflix)
  • «The Crown» (Netflix)
  • «The Handmaid's Tale» (Prime Video und SRF)
  • «Killing Eve» (StarzPlay)
  • «The Mandalorian» (Disney+)
  • «Ozark» (Netflix)
  • «Stranger Things» (Netflix)
  • «Succession» (Sky Show)

Beste Miniserie

  • «Little Fires Everywhere» (Prime Video)
  • «Mrs. America» (ab 1.9. auf FOX Channel)
  • «Unbelievable» (Netflix)
  • «Unorthodox» (Netflix)
  • «Watchmen» (Sky Show)

Und auch die «Star Wars»-Serie «The Mandalorian» (15 Nominierungen), das britische Royal-Historiendrama «The Crown» (13 Nominierungen) oder die dritte Staffel von «The Handmaid's Tale» (10 Nominierungen) waren in der Vergangenheit schon Virus-Serientipps.

Selbstverständlich sind im Rennen um die «Serien-Oscars» aber auch ein paar Namen und Gesichter aufgetaucht, die wir bislang nicht auf unseren Listen hatten. Welche davon lohnen sich?

Lohnt sich «Schitt's Creek»?

Eine reiche Familie verliert ihr ganzes Vermögen und muss fortan in einer Kleinstadt leben, die man einst aus Spass gekauft hat.

Diese kanadische Comedyserie aus der Feder von Eugene Levy (Kennt man vielleicht aus «American Pie»?) und dessen Sohn, hat sich klammheimlich und unerwartet zu einem kleinen Comedy-Hit entwickelt. Wer Serien wie «Parks and Recreation» oder «Derry Girls» mag – Comedys mit warmer Atmosphäre und Herz – hat mit den insgesamt sechs Staffeln von «Schitt's Creek» hiermit ein neues Projekt vor sich.

Bei uns in der Schweiz ist die komplette Serie via TVNOW Premium, Link öffnet in einem neuen Fenster verfügbar

Lohnt sich «Ozark»?

Drei Staffeln hat diese Netflix, Link öffnet in einem neuen Fenster-Serie gebraucht, um ihren Ruf als «‹Breaking Bad› für Arme» endgültig loszuwerden.

Wobei die Parallelen nach wie vor eigentlich nicht von der Hand zu weisen sind: Denn wie schon bei «Breaking Bad» gerät auch in «Ozark» ein unscheinbarer Familienvater in die Fänge des organisierten Verbrechens.

Während es bei Chemielehrer Walter White die Drogen waren, sind es bei Buchhalter Marty Bride (hervorragend gespielt von Jason Bateman, den man sonst vor allem aus Comedys kennt) grosse Summen von Geld, die er für ein mexikanisches Kartell sauber waschen darf.

Eine Serie wie gemacht fürs Binge-Watchen – man muss einfach über ein paar unnötige Side-Plots hinwegschauen.

Lohnt sich «The Morning Show»?

Als Technikriese Apple letztes Jahr seinen hauseigenen Streamingdienst Apple TV+ lancierte, war «The Morning Show» das auf Papier beeindruckendste Pferd, welches er ins Rennen schickte. Jennifer Aniston! Steve Carell! Reese Witherspoon! Oder eben: Stars, Stars, Stars!

Und weil sich die «Emmy»-Academy gerne mit grossen Stars an seiner Preisverleihung brüstet, ist es dementsprechend auch wenig überraschend, dass es diese heuer ins Feld der Nominierten geschafft haben. Die Serie, welche hinter den Kulissen einer Frühstücksfernsehsendung spielt, ist allerdings maximal Mittelmass. Besonders die Darstellung einer #MeToo-Geschichte rund um die Figur von Steve Carell ist sehr unglücklich.

Da hat Apple TV+ definitiv besseres im Angebot.

Lohnt sich «What We Do in the Shadows»?

«What We Do in the Shadows» ist eine Comedyserie, die auf dem gleichnamigen Spielfilm von 2014, Link öffnet in einem neuen Fenster basiert. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe von Vampiren, die – im Gegensatz zu ihren coolen und mysteriösen Gegenübern in «Twilight» oder «Vampire Diaries» – als unbeholfene Verlierer*innen dargestellt werden, die zusammen in einer Bruchbude leben. (Fun Fact: die deutsche Fassung des Films trägt den grotesken Titel «5 Zimmer Küche Sarg». What is going on?!)

Aus erfolgreichen Filmen eine gute Serie zu machen, ist kein einfaches Unterfangen. Hier steht jedoch das exakt gleiche Team hinter der Kamera wie bei der Filmvorlage – u. a. Regisseur Taika Waititi, der mit Filmen wie «Jojo Rabbit» und «Thor: Ragnarok» zuletzt grosse Erfolge erzielen konnte und demnächst den nächsten «Star Wars»-Langspielfilm drehen darf. Und auch wenn das Setting hier ein Anderes ist (der Film spielt in Neuseeland, die Serie in Staten Island, New York), der Humor bleibt der gleiche.

Definitiv etwas für Liebhaber*innen von absurden Comedyserien. Bei uns allerdings momentan nicht legal verfügbar.

Lohnt sich «Little Fires Everywhere»?

Wer hat «Big Little Lies» geschaut und sich dort ständig gefragt: «Geht das auch übertriebener und noch melodramatischer?» Falls ja, dann verdient «Little Fires Everywhere» auf alle Fälle einen Platz auf der Watchlist.

Die in sich abgeschlossene Miniserie basiert auf einem (spannenden!) Buch von Celeste Ng und deckt die Geheimnisse einer gut behüteten Nachbarschaft in einer US-Kleinstadt auf. Gar nicht mal so weit weg von «Desperate Housewives» also.

Wer gerne dramatische Soaps mit Plottwists, Lügen, Intrigen und gestohlenen Babys schaut – und gegenüber Starpower (Reese Witherspoon! Kerry Washington!) nicht abgeneigt ist – wird hier bestens unterhalten.

Bei uns läuft die Serie via Prime Video, Link öffnet in einem neuen Fenster.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Weber  (CWeb)
    Mit der 2. Staffel hat sich "What we do in the Shadows" selbst übertroffen. Hätte nicht gedacht, dass die Serie noch lustiger werden könnte.
    An dieser Stelle: Ich bezahle sehr gerne für Unterhaltung. Aber wenn man mich nicht bezahlen lässt, dann hält sich mein schlechtes Gewissen bei der Nutzung des Grauzonenbereichs in Grenzen. Schafft endlich mal dieses Geoblocking ab!
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    1. Antwort von Luca Bruno (SRF)
      @Christian Weber Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich kann ehrlich gesagt nicht verstehen, warum wir 2020 bei gewissen Serien noch immer den halblegalen Weg via Download gehen müssen – obwohl ich, wie sie, wirklich gerne dafür bezahlen würde. Seit dem Niedergang von physischen Medien (DVD/Bluray) gibt es ja bei vielen "kleineren" Serien nicht mal mehr diesen Umweg. Ich weiss auch nicht, warum wir im iTunes-Store od. auf Amazon zwar Filme kaufen, nicht aber vom Serienangebot profitieren können wie in vielen anderen Ländern. Es ist frustrierend.
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