«Den Himmel stürmen» von Paolo Giordano

Kein elektrisches Licht, keine Heizung – aber: Der Sex ist heiss und die Freiheit grenzenlos. Zumindest zu Beginn. Der Roman «Den Himmel stürmen» vom italienischen Erfolgsautors Paolo Giordano ist die Geschichte einer grossen Liebe unter jungen Aussteigern auf einem Bauernhof in Süditalien.

Portrait von Paolo Giordano
Bildlegende: Scarlett Werth

Teresa ist vierzehn Jahre alt, als eines Nachts drei Jugendliche in den Garten der Villa ihrer Grossmutter eindringen und heimlich ein Bad im Pool nehmen. Vom Schlafzimmer aus sieht Teresa den nackten Körper von einem dieser Knaben im Halbdunkel. Nurmehr ein Schatten. Das ist der Beginn einer grossen Liebesgeschichte im süditalienischen Apulien. Die beiden Teenager werden Jahre später ein Paar. Sie schliessen sich einer Gruppe von Ökoaktivisten an und leben als Aussteiger auf einem Biobauernhof. Ihr Ideal ist ein selbstbestimmtes Leben im Einklang mit der Natur. Was als Idylle beginnt, wird schon bald zum Albtraum. Das Leben auf dem Hof ist hart, die Gruppe trennt sich im Streit, das Experiment scheitert und die grosse Liebe wird auf die Probe gestellt.

Der Physiker Paolo Giordano war 25 Jahre alt, als er mit seinem Debut «Die Einsamkeit der Primzahlen» Furore machte. Jetzt, 10 Jahre und drei Bücher später, folgt sein monumentaler Liebesroman «Den Himmel stürmen». Eine Geschichte über die erste grosse Liebe, sexuelle Abhängigkeit und den Traum vom guten Leben auf einem Ökobauernhof.

Paolo Giordano ist Gast in 52 Beste Bücher.

Buchhinweis:
Paolo Giordano. Den Himmel stürmen. Aus dem Italienischen von Barbara Kleiner. Rowohlt, 2018.

Autor/in: Esther Schneider