«Hundert Tage» von Lukas Bärfuss

Ein Roman der Extreme: Idealisten treffen auf Massenmörder - oder: Das Drama der Schweizer Entwicklungshilfe in Ruanda. Dreissig Jahre lang hat sich die Schweiz in Ruanda engagiert - bis ihre Bemühungen im Konflikt zwischen Hutus und Tutsis untergingen.

Als 1994 in Ruanda der Völkermord begann, mussten die Schweizer das Land fluchtartig verlassen. Das Fiasko war vollkommen. Lukas Bärfuss, geboren 1971 in Thun, Dramatiker von internationalem Renommee, hat diesen Stoff von geradezu antiker Grösse zu einem Roman, seinem ersten Roman, verarbeitet. Mit Lukas Bärfuss unterhält sich Felix Schneider.