«Venushaar» von Michail Schischkin

In seiner Heimat Russland wird Michail Schischkin mit Nabokov verglichen - in der Schweiz, wo er seit gut 15 Jahren lebt, beachtet man ihn dagegen kaum. Das könnte sich mit seinem soeben auf Deutsch erschienen Roman «Venushaar» ändern. 

Mit «Venushaar» ist ihm ein Meisterwerk über die Überwindung des Todes durch die Liebe gelungen. Schischkin verwebt darin seine Erfahrungen als russischer Dolmetscher in der Schweiz äusserst kunstvoll mit seinen Erinnerungen an seine zerbrochene Ehe. Diese Erzählstränge verbindet er virtuos mit der Biografie einer russischen Romanzensängerin.

Schichkin zählt in Russland zu den renommiertesten Vertretern der Gegenwartsliteratur. Sein Stil ist brillant und seine Sprache überaus bilderreich - was er auch im Gespräch mit Ina Boesch beweist.

Autor/in: Ina Boesch