Der Mohrenkopf: Süss-schaumige Versuchung

Obwohl der Mohrenkopf hierzulande zu den beliebtesten Süssigkeiten zählt, ist wenig über seine Geschichte und Herkunft bekannt. Seine Ursprünge liegen wohl in Deutschland.

Eine deutsche Erfindung? Der Mohrenkopf.
Bildlegende: Eine deutsche Erfindung? Der Mohrenkopf. Colourbox

Das erste Mohrenkopf-Rezept ist in einem deutschen Bäckerei-Fachbuch aus dem Jahre 1899 zu finden. Im Gegensatz zum heutigen Mohrenkopf enthält diese frühe Variante aber neben schaumig geschlagenem Eiweiss auch Eigelb, Mehl und Marmelade. In der Schweiz taucht der Schaum-Mohrenkopf erstmals in der Nachkriegszeit in einem Fachbuch für Bäckerei und Konditoreien auf. In diesem Zeitraum gelang dem Mohrenkopf auch erst der Durchbruch. Nach den eher frugalen, zuckerarmen Kriegsjahren war die Lust auf Süsses damals besonders gross.

Das Innere des Schaum-Mohrenkopfs besteht aus luftig gerührtem Eiweiss, das mit Glukosesirup vermischt und auf Waffelböden dressiert und sodann mit Schokolade überzogen wird. Wichtig ist, dass die Mohrenköpfe möglichst frisch sind und nicht tagelang an einem warmen Ort gestanden haben. Die Füllung muss schaumig-luftig sein. Bei alten und zu warm gelagerten Mohrenköpfen klumpt dagegen die Füllung.

Autor/in: Rudolf Trefzer