Die Saubohne – Delikater als der Name vermuten lässt

Bei uns ist die Saubohne wenig bekannt, doch in den Küchen von Ländern wie Italien, Spanien, Marokko oder des Nahen Ostens gehört sie zu den landestypischen Spezialitäten.

Fast vergessen: Die Saubohne.
Bildlegende: Fast vergessen: Die Saubohne. Colourbox

Die Saubohne wird im Mittelmeerraum schon im dritten vorchristlichen Jahrtausend kultiviert und gehört damit zu den ältesten Kulturpflanzen. Im Mittelalter war sie neben anderen Hülsenfrüchten wie Linsen und Erbsen eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Seit dem 17. Jahrhundert ging der Anbau in Europa zurück, und die aus Amerika eingeführten Bohnenarten (Gartenbohne oder Feuerbohne) setzten sich mehr und mehr durch.

Die Saubohnen haben von Mitte Mai bis Ende August Saison. Die übrige Zeit muss man getrocknete oder tiefgekühlte Saubohnen verwenden. Frische Saubohnen lassen sich wie andere Hülsenfrüchte auf vielfältige Art verwenden: Kalt in Salaten etwa zusammen mit Thunfisch und Frühlingszwiebeln oder mit grünen Spargeln. Geeignet auch für warme Suppen oder als Beilage, mit Teigwaren oder als Püree, allenfalls mit andern Hülsenfrüchten gemischt. Geschmacklich passt sie hervorragend zu Lamm oder zu anderen Fleischgerichten.

Autor/in: Rudolf Trefzer