Gerichte und ihre Geschichte: Saltimbocca

Der Name dieses beliebten italienischen Fleischgerichts bringt bildlich zum Ausdruck, wie gut es schmeckt: «Hüpf ins Maul» heisst es nämlich wörtlich übersetzt.

Saltimbocca:
Bildlegende: Saltimbocca: Ein delikater Klassiker der italienischen Küche. colourbox

Begeisterung für noble Gerichte

Auch wenn man meinen könnte, dass sich hinter dem Namen «Saltimbocca» eine märchenhafte Herkunftslegende verbirgt, so steckt in Wirklichkeit nichts weiter dahinter als die Begeisterung und Wertschätzung für dieses delikate und noble Gericht. Nobel deshalb, weil es sich um hauchdünne Kalbschnitzelchen handelt, die mit einer Tranche Rohschinken und einem Salbeiblatt besteckt sind und die kurz in der Bratpfanne in Butter gebraten werden. Die schmecken so zart und gut, dass sie einem wie von selbst ins Maul springen.

In Rom oder Brescia erfunden?

Über die Herkunft der Saltimbocca-Schnitzelchen gibt es verschiedene Versionen. Während Pellegrino Artusi in seinem 1891 veröffentlichten Kochbuch «La scienza in cucina e larte di mangiar bene» (auf Deutsch: Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Geniessens) die Saltimbocca-Schnitzelchen als römisches Gericht bezeichnet, haben Historiker Hinweise dafür gefunden, dass die Saltimbocca-Schnitzelchen ihren Ursprung rund 500 Kilometer weiter nördlich in der lombardischen Stadt Brescia haben.

Wo auch immer die Saltimbocca-Schnitzelchen das erste Mal zubereitet worden sind, sie gehören lägst zu den Klassikern der italienischen Küche, die in ganz Italien und weit darüber hinaus zubereitet werden.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rudolf Trefzer