Gerichte und ihre Geschichte: Sushi

Sushi gilt bei uns als Inbegriff der japanischen Küche. Doch handelt es sich dabei wirklich um eine japanische Essenkreation?

Sushi
Bildlegende: Sushi gibt es in unzähligen Varationen. colourbox

Sushi ist zwar ein japanisches Gericht, aber keine Erfindung aus Japan. Sushi hat seine Wurzeln in China und geht auf eine spezielle Konservierungsmethode für Fisch zurück.

Der Fisch wurde gegessen, der Reis nicht

Entlang des Mekong-Flusses wurde Fisch haltbar gemacht, indem man ihn zusammen mit gekochtem Reis in Gefässen einlegte. In diesen Gefässen fermentierte dann die Fisch-Reis-Kombination. Dadurch wurde der sonst schnell verderbliche Fisch über längere Zeit haltbar gemacht. Den Reis aber, der durch den Fermentierungsprozess sauer geworden war, ass man nicht.

Reisessig für den säuerlichen Geschmack

Diese Fermentierungsmethode bereitete sich in ganz Asien aus und gelangte auch nach Japan. Im Laufe der Jahrhunderte legte man dort den Fisch kürzer ein, so dass der Reis ebenfalls gegessen werden konnte. Der säuerliche Geschmack von der Fermentierung blieb jedoch.
Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts wird dem Sushi Reisessig beigemischt, um den ursprünglich säuerlichen Geschmack zu erzeugen. Sushi in seiner heutigen Art mit rohem Fisch entstand in Edo (dem heutigen Tokio) im 18. Jahrhundert.

Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Rudolf Trefzer