Haskap-Beere: die erste Blaue

Eine Beere aus Japan und Sibirien in der Schweiz? Jetzt, wo die Sommer tendenziell heisser werden? Dank ihrer kurzen Vegetationszeit passt die Haskap-Beere in unseren kurzen Frühling und lässt die Beerensaison früher beginnen.

Haskap-Beere am Strauch
Bildlegende: Die Haskap-Beeren sind blau wie eine Heidelbeere. Die längliche, tränenartige Form ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. SRF

«Später Frost kann der Haskap-Blüte nichts anhaben», sagt Landwirt Thomas Burren aus Hefenhofen. «Sie nützt die Winterfeuchtigkeit, treibt im Frühling früh aus – vor allen anderen blauen Früchten – und stellt im heissen, trockenen Sommer ein ohne kaputt zu gehen.»

Herb-süss und tränenförmig

Die Beere ähnelt der Heidelbeere – sowohl äusserlich wie auch im Geschmack. «Die längliche Form der Haskap, anders als die runde Heidelbeere, ist für uns jedoch ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal», betont Thomas Burrens Geschäftspartner Erich Stadler. Im Mund ist die Haskap herber und intensiver als die Heidelbeere. Sie schmeckt den Konsumentinnen und Konsumenten, die weniger Süsse mögen.

Zum Frischverzehr in den Handel

Neben Thomas Burren gibt es in der Schweiz noch einen weiteren Landwirt, der auf die Haskap setzt. Die Beere soll zum Frischverzehr in die Läden kommen. Angesprochen werden Konsumentinnen und Konsumenten, die die Abwechslung und die gesunden Inhaltsstoffe der Beeren schätzen.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Brigitte Wenger