«Hutspot»: Ein niederländisches Gericht mit Geschichte

Empfängt die Holland-Korrespondentin Elsbeth Gugger Gäste in Amsterdam, dann kocht sie auch. Das ist nicht selbstverständlich. Denn Holländer lieben Take-away. Kochen ist nicht ihr Ding und wenn gekocht wird, wird das Gericht entweder direkt in der Pfanne vermanscht, spätestens aber auf dem Teller.

Kartoffeln, Rindfleisch, Zwiebeln und Rüebli: «Hutspot».
Bildlegende: Kartoffeln, Rindfleisch, Zwiebeln und Rüebli: «Hutspot». ZVG

Kein Wunder also, kocht die Holland-Korrespondentin einen Eintopf und zwar einen gestampften. Das Gericht gibt es seit schon 1574 und Elsbeth Gugger erzählt auch gleich die Geschichte des «Hutspot». «Huts» heisst auf Holländisch mischen und «pot» ist ein Topf.

Holland sei gastronomisch eher seltsam, sagt Elsbeth Gugger. Holländer lieben neben dem Vermanschen ihrer Speisen Take-away, am liebsten exotisch. Und über die internationale Seefahrt sind viele exotische Gerichte in die Niederlande gekommen. So gehört chinesisches Essen mittlerweile zum Alltag der Holländer. Aber eben, zum Mitnehmen. Und sonst verpflegen sich die Niederländer auch gerne aus Take-away-Automaten. Die Holländer sagen dieser Art von Verpflegung «uit de muur», aus der Mauer geholt.

Moderation: Regi Sager, Redaktion: Regula Zehnder