Paradieskörner: Verheissung aus einer fernen Welt

Als Paradieskörner wird der ursprünglich aus Westafrika stammende Malagueta-Pfeffer bezeichnet. Hierzulande für lange Zeit in Vergessenheit geraten, kommt er unter kreativen Köchen allmählich wieder in Mode.

Körner des Malagueta-Pfeffers in Nahaufnahme.
Bildlegende: Der Malagueta-Pfeffer ist mit dem echten Pfeffer, der aus Indien stammt, nicht verwandt. Wikimedia Commons/Shaddiii

Malagueta-Pfeffer schmeckt recht scharf und ist mit dem echten Pfeffer, der aus Indien stammt, nicht verwandt. Wie der echte Pfeffer waren auch die Paradieskörner lange Zeit ein Luxusprodukt. Sie dienten allerdings als Ersatz für den noch teureren echten Pfeffer.

Als mit den Entdeckungsreisen vermehrt auch andere scharfe Gewürze nach Europa gelangten, gerieten die Paradieskörner zunehmend in Vergessenheit. Heute beginnen sich kreative Köche jedoch wieder vermehrt für die kleinen, scharfen Körner zu interessieren.

Der verheissungsvolle Name entspringt übrigens dem Glauben der mittelalterlichen Menschen, dass irgendwo auf der Erde das irdische Paradies tatsächlich existiert. Dort soll es all die wunderbaren exotischen Gewürze in Hülle und Fülle geben, glaubten sie.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rudolf Trefzer