Poulet – Tranchieren wie der Profi

Wie bitte!? Sie geben schlicht und einfach deshalb dem Pouletbrüstli den Vorzug, weil sie nicht genau wissen, wie man ein ganzes Poulet korrekt tranchiert? Das darf nicht sein!

Pouletschenkel mit dem Messer vom Rumpf schneiden.
Bildlegende: Poulet tranchieren - Ohne gut geschliffenes Messer geht gar nichts. SRF

Ein Poulet perfekt aufschneiden, ist nämlich keine Hexerei. Vorausgesetzt natürlich, Sie haben ein gut geschliffenes Fleischmesser und wenn möglich eine Fleischgabel zur Hand.

Und so zerteilen Sie den Vogel wie ein Profi:

  • Mit einer Fleischgabel das Poulet am Schenkel fixieren und dann mit dem Messer zwischen Rumpf und Schenkel (beim Gelenk) durchschneiden und so auf beiden Seiten die Schenkel abtrennen.
  • Jetzt die beiden Schenkel (beim Gelenk) zwischen Ober- und Unterschenkel durchtrennen, so dass aus den zwei Schenkeln, vier Schenkelstücke entstehen.
  • Mit der Fleischgabel jetzt das Poulet mit einem Stich in die Brust fixieren und mit dem Messer auf beiden Seiten entlang des Brustbeins nach unten fahren und beidseits die Brüste auslösen.
  • Die beiden «Flügeli» von der Pouletbrust lösen
  • Die beiden Poulet-Brüste, je nach Grösse des Geflügels quer in zwei oder drei Stücke schneiden. Schräg schneiden, das sieht schöner aus.

Dumm, wer sie zurücklässt

  • Nicht vergessen: Unbedingt auch die zwei runden, filetartigen Fleischstücke auslösen, die sich im hinteren Bereich des Rückens befinden, gerade oberhalb der Keulen in Skelettmulden beidseits der Wirbelsäulen. Diese haben zwar nur gerade die Grösse eines kleinen Bissens, aber die beiden Stückchen sind wohl die zartesten und saftigsten Stücke des ganzen Poulets. Nicht umsonst, nennen die Franzosen die kleinen Fleischstücke «sot-l'y-laisse», was übersetzt, soviel heisst, wie «dumm, wer sie zurücklässt». Auf Deutsch heissen die beiden zarten Stücke Pfaffenschnittchen oder -stückchen

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Maja Brunner