Schokolade und Wein – Genuss pur

Schokolade wie Wein bilden je für sich zwei faszinierende Geschmacksuniversen. Doch was ist, wenn diese Universen zusammenkommen sollen? Auf was ist zu achten, damit die Mariage gelingt?

Pralinen und zwei Weingläser.
Bildlegende: Dunkle Schokolade und trockener Rotwein sorgen für einen besonderes Geschmackserlebnis. Colourbox

Klassisch und auf Anhieb nachvollziehbar ist die Verbindung von Schokolade mit hohem Kakaoanteil (ab 60 Prozent) mit Portwein (Vintage oder Late-Bottled-Vintage). Auch andere rote Süssweine wie etwa der Maury oder der Banyuls aus dem Languedoc-Roussillon, der Recioto della Vapolicella aus dem Veneto verbinden sich geschmacklich gut mit schwarzer Schokolade. Die noch vorhandenen, aber gezähmten Gerbstoffe dieser Weine gehen mit den edelherben Aromen der Schokolade eine harmonische Verbindung ein.


Die Beobachtung, dass weniger die Süsse dieser Weine als die gereiften Gerbstoffe und die Würznoten für die gelungene Mariage sorgen, hat einige Genussmenschen auf die Idee gebracht, dunkle Schokoladen mit trockenen Rotweinen zu kombinieren. Das verblüffende Resultat: Es geht nicht nur, es kann sogar aussergewöhnlich gut schmecken, insbesondere dann, wenn man dunkle Schokoladen mit kräftigen, opulenten Rotweinen mit weichen, gereiften Tanninen zusammenbringt.

Die Palette der in Frage kommenden Weine ist breit, wobei tendenziell Gewächse aus wärmeren Anbaugebieten wie Südfrankreich, Spanien, Portugal, Süditalien und aus angetrockneten Trauben gekelterte Appassimento-Weine (Amarone oder Ripasso) für eine harmonische Paarung besonders prädestiniert sind.

Autor/in: Rudolf Trefzer