Spezielle Gewürze und Aromen in Backwaren

In Gebäcken werden teils spezielle Aromen verwendet, welche zum Teil nach wie vor nur in der Apotheke erhältlich sind. Auch viele Gebäcknamen sind von Zutaten abgeleitet: Der Name «Biber» etwa kommt nicht vom Tier, sondern von Pfeffer, und hiess früher «Pfefferchüechli» oder "«Lebchüechli».

Hosechnöpf
Bildlegende: Hosechnöpf Betty Bossi

Harte «Hosechnöpf»

Im Appenzellerland ist ein traditionelles Eiweiss-Gebäck als «Hosechnöpf» bekannt. Im Kanton Zürich sagt man den gleichen Guetzli auch «Gedultszeltli». Sicher deshalb, weil es Geduld braucht, bis diese kleinen, harten «Chrömli» auf der Zunge zergehen. Aromatisiert ist das Gebäck mit ganz wenig Bio-Bergamottenöl, welches in Apotheken erhältlich ist.

Eine vielseitige Frucht

Das Bergamottenöl hat eine leicht bittere Note und wird in Backwaren und in Getränken verwendet. Obwohl Bergamotte eine Zitrusfrucht ist, wird sie als Frucht praktisch nicht verwendet. Mit dem Geschmack hingegen wird unter anderem auch Earl Grey Tee aromatisiert. Auch in der Parfümindustrie ist dieses Aroma oft im Einsatz.

Da das Gebäck ganz durchgetrocknet und hart wird, lässt es sich auch für ca. 2 Monate aufbewahren.

Moderation: Michael Brunner, Redaktion: Bettina Bernhardsgrütter