Jüdische Jugendliche klären auf

In Schulen beantworten junge Jüdinnen und Juden Fragen zu ihrer Kultur und Religion ¦ Mit offenem Haar und rot geschminkten Lippen leitet eine Frau einen Sufi-Orden in der Türkei ¦ Religionsmeldungen der Woche

Symbol auf Violet
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

«Likrat» - Ein Dialogprojekt an Schulen
Ein glühender Fan des «Likrat»-Projektes ist der Zürcher Rabbiner Noam Hertig. Vor vielen Jahren ging er als Jugendlicher in Schweizer Schulen, um alle Fragen über Jüdinnen und Juden zu beantworten. Es ging um religiöse Themen, aber auch um antisemitische Vorurteile. «Arbeitet dein Vater in einer Bank?», wurde Hertig etwa gefragt. Dann konterte er: «Nein, er schafft für Menschen mit Behinderung.» Auch heute noch gibt es «Likrat». Junge Jüdinnen und Juden setzen sich für den Dialog zwischen Juden und Nicht-Juden ein.
Raphael Rauch

Rifa'iyya – ein Sufi-Orden unter weiblicher Führung
Islamische Orden sind in der Türkei eigentlich verboten – und doch ist der Sufi-Orden der Rifa'iyya ausgesprochen erfolgreich. Anhängerinnen und Anhänger kommen vor allem aus der gebildeten Oberschicht. Das spirituelle Oberhaupt des Ordens ist eine Frau – Cemalnur Sargut. Sie trägt ihr schwarzes Haar schulterlang und offen, dazu eine randlose Brille und manchmal auch Lippenstift. Zweimal geschieden ist sie obendrein. Dennoch ist Cemalnur Sargut die Meisterin eines Sufi-Ordens mit hunderttausenden Anhängern.
Susanne Güsten


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Redaktion: Kathrin Ueltschi