Arztromane – einmal ganz anders

Beiträge

  • Der Arzt, dem die Frauen vertrauen (Coverausschnitt)

    Arztromane – einmal ganz anders

    Die «Götter in weiss» sind die typischen Helden im klassischen Arztroman: Und ihrem betörenden Charme können Krankenschwestern und Patientinnen kaum widerstehen.

    Wie man aber auch interessant und ohne solche Klischees über den medizinischen Berufsalltag schreiben kann, zeigen zwei literarische Autoren: Kristof Magnusson stellt in «Arztroman» eine Notärztin in den Mittelpunkt; Ian McEwan porträtiert in «Saturday» einen Hirnchirurgen.

  • Mit der Notärztin unterwegs in Berlin

    Anita Cornelius ist anfang vierzig und Notärztin in der Grossstadt Berlin. Im neuen Buch von Kristof Magnusson «Arztroman» begleiten wir sie mit Blaulicht bei ihren Einsätzen.

    Monatelang hat Magnusson für dieses Buchprojekt recherchiert und ist immer wieder im Rettungswagen mitgefahren. Der Stoff sei auch ideal für ein Gesellschaftsporträt, sagt er im Gespräch mit Luzia Stettler:«Notärzte haben Zutritt zu allen Milieus von arm bis reich.» Diese Bandbreite habe ihn gereizt.

    Buchhinweis: Kristof Magnusson. Arztroman. Kunstmann, 2014. Hörbuchfassung, gelesen von Christiane Paul. Kunstmann, 2014.

    Luzia Stettler

  • Urteil von Rettungssanitäterinnen

    In der Schweiz ist die Arbeit der hiesigen Rettungssanitäterinnen ähnlich wie jene der Notärztin Anita Cornelius in Berlin.

    Ineke Pluimers und Isabelle Balmer arbeiten seit Jahren in diesem Beruf; die eine auf dem Land, die andere in der Stadt.Beide haben den «Arztroman» von Kristof Mangusson gelesen und diskutieren im Radiostudio über ihre Leseeindrücke. Inwiefern haben sie ihre Situation wiedererkannt? Lassen sich Berlin mit Langenthal oder Bern vergleichen? Und kennen sie auch das Dilemma von Nähe und Distanz, mit der Romanfigur Anita immer wieder zu kämpfen hat?

    Luzia Stettler

  • Ein Tag im Leben eines Hirnchirurgen

    Er gehört bereits zu den Klassikern der «anderen» Arzt-Literatur: Der Roman «Saturday». Ian McEwan schildert hier einen einzigen Tag im Leben des Londoner Neurochirurgen Henry Perowne.

    Als Vorbereitung für seine überaus realistischen Schilderungen der Spitzenmedizin war Ian McEwan einem Neurochirurgen zwei Jahre lang auf Fersen und Finger gefolgt, sodass er von Medizinstudenten im Spital am Schluss sogar mit einem echten Arzt verwechselt wurde.

    Buchhinweis: Ian McEwan. Saturday. Diogenes, 2007.

    Luzia Stettler