Der neue Joël Dicker

Mit seinem Thriller «Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert» gelang dem jungen Genfer Joël Dicker der internationale Durchbruch: Heute ist er – neben Martin Suter – der erfolgreichste Schweizer Autor. Jetzt erscheint der mit Spannung erwartete neue Roman auf Deutsch: «Die Geschichte der Baltimores».
Darin geht es um unbeschwerte Sommerferien, talentierte Menschen und eine Katastrophe, die alles Glück zunichtemachte. Im Gespräch mit Luzia Stettler erzählt Joël Dicker vom Alltag als Erfolgsautor und von den Schwächen der Romanfiguren.

Beiträge

  • Ein trügerisches Glück

    Wieder steht der Schriftsteller Marcus Goldman im Mittelpunkt: Im neuen Roman muss er nicht länger Harry Quebert aus der Patsche helfen, sondern diesmal lässt ihn Joël Dicker ein dramatisches Kapitel aus seiner Jugend wieder aufrollen.

    Die «Goldmans aus Baltimore» – der Clan von Onkel Sam – waren stets erfolgreicher und charismatischer als der eigene Familienzweig, die «Goldmans aus Montclair». Erst jetzt wird Marcus klar, welchen Trugbildern er damals aufgesessen war.

    Buchhinweis: Joël Dicker. Die Geschichte der Baltimores. Piper, 2016. (Hörbuch: Osterwold Audio, 2016)

    Luzia Stettler

  • Der Weg an die Weltspitze

    Das muss man zuerst einmal aushalten: Im Alter von erst 27 Jahren gelang Joël Dicker – mit seinem vierten Buch – der ganz grosse Durchbruch. Während er noch auf Promo-Tour um die Welt jettete, schrieb er bereits an der «Geschichte der Baltimores».

    Darin spielen Eifersucht, Neid und krankhafter Ehrgeiz eine wichtige Rolle. Im Gespräch mit Luzia Stettler erzählt er, wie er selber mit diesen Schwächen umgeht und betont, dass sich sein Leben durch den Erfolg kaum verändert hat: «Nur insofern, als ich nun wirklich als Schriftsteller wahrgenommen werde».

    Luzia Stettler

  • Gedanken über die Kraft der Literatur

    Hauptfigur im neuen Roman «Die Geschichte der Baltimores» ist wieder der Ich-Erzähler Marcus Goldman, ein junger, erfolgreicher Schriftsteller, der sich nebenbei auch immer wieder Gedanken macht über sein Metier und die Kraft der Literatur.

    Auch wenn Joel Dicker bestreitet, dass dieser Marcus quasi ein «alter ego» von ihm selber darstelle, anerkennt er doch gewisse geistige Verwandtschaften. Luzia Stettler legte dem Genfer ein paar Ansichten des Protagonisten aus dem Roman vor und bat ihn, diese Zitate zu kommentieren.

    Luzia Stettler