Domenico Dara: Ein bezauberndes Debüt aus Italien

«Der Postbote von Girifalco» nimmt uns mit auf eine nostalgische Reise ins Italien der späten 1960er Jahre und macht uns bekannt mit einem besonderen Protagonisten. Einem Pöstler mit einer besonderen Leidenschaft für die Philosophie. Einem Mann, der alle Briefe liest, bevor er sie verteilt. 

Das Buchcover
Bildlegende: Domenico Dara (1971) ist in Girifalco aufgewachsen SRF

Dieser Postbote im süditalienischen Girifalco interessiert sich unter anderem für die Gefühle, die er in diesen Briefen findet, für die ungelebten Träume, die Versprechen, die nicht gehalten werden, für all die Erklärungen, Beleidigungen, Entschuldigungen, Erpressungs-Versuche und Liebeserklärungen. 

Manche der Briefe schreibt er um. Und so gibt er vielen Dingen eine andere Richtung. Er führt unglücklich Verliebte zusammen, überrascht Mütter, die ihre abwesenden Söhne vermissen, hält schlechte Nachrichten zurück oder mischt sich in die Dorfpolitik ein. 

Buchhinweis:
Domenico Dara: Der Postbote von Girifalco (2019, Kiepenheuer & Witsch)

Dazu passend, der Klassiker zum Wiederlesen:

Gottfried Keller: Die missbrauchten Liebesbriefe (Reclam) 

Autor/in: Susanne Sturzenegger