Jagdfieber, alte Liebe und das vergessene Frankreich

Am heutigen Stammtisch wird u.a. über den Wolf im Wallis diskutiert: Es geht dabei um den aktuellen Krimi «Gommer Herbst» von Kaspar Wolfensberger, in dem der Wildhüter ermordet wird. War der Wolf daran schuld?

Mann blickt in die Kamera
Bildlegende: Das Goms ist Kaspar Wolfensbergers zweite Heimat. (Bild: Bilger Verlag)

Markus Gasser bringt «Gommer Herbst» in die Runde: Im herbstlichen Goms herrscht das Jagdfieber. Gleich zu Beginn der Hochjagd passiert ein Jagdunfall: Ein Wildhüter wird von einem Jäger erschossen. Dass es sich beim Opfer um einen erklärten Gegner, beim Schützen um einen engagierten Freund des Wolfs handelt, macht die Ermittler stutzig.

Annette König hat sich für die neue Erzählung «Marcia aus Vermont» vom Schweizer Autor Peter Stamm entschieden: Ein Schweizer Künstler hat ein Stipendium in einem Künstlerhaus in Vermont erhalten. Der Grund seiner Reise verdrängt er: eigentlich will er Marcia, die Tochter des Besitzers der Liegenschaft wiedersehen, die er einst geliebt hat

Nicola Steiner empfiehlt den Roman «Wie später ihre Kinder» von Nicolas Mathieu: dieser vielschichtige Gesellschaftsroman gewann 2018 den renommierten «Prix Goncourt». Es ist die Geschichte von Jugendlichen, die im Osten des Landes – im vergessenen Frankreich der 1990er-Jahre – erwachsen werden.

Gastgeberin: Luzia Stettler

Buchhinweise:
Kaspar Wolfensberger. Gommer Herbst. Bilger Verlag, 2019.
Peter Stamm. Marcia aus Vermont. S. Fischer Verlag, 2019.
Nicolas Mathieu. Wie später ihre Kinder. Hanser Verlag, 2019.

Autor/in: Luzia Stettler