Lewinsky schreibt Krimi über Rechtsrutsch in der Schweiz

  • Sonntag, 20. August 2017, 14:06 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 20. August 2017, 14:06 Uhr, Radio SRF 1
  • Wiederholung:
    • Dienstag, 22. August 2017, 21:03 Uhr, Radio SRF 1

Charles Lewinsky hat erstmals einen Polit-Krimi geschrieben: «Der Wille des Volkes». Darin zeigt er eine Schweiz in naher Zukunft, die völlig nach rechts gerutscht ist. Die «Eidgenössischen Demokraten» stellen sechs Bundesräte, verabschieden eine Volksinitiative zur Wiedereinführung der Todesstrafe und scheuen für ihren Machterhalt auch nicht vor Mord zurück. Wie plausibel ist dieses fiktive Szenario? Politexperte Georg Lutz analysiert den Roman.

Beiträge

  • Mord sichert den Machterhalt

    In seinem ersten Krimi «Der Wille des Volkes» führt uns Charles Lewinsky tief in den Schweizer Politsumpf: Kurt Weilemann alias Kilowatt ist ein pensionierter Journalist, der seinen goldigen Zeiten als Recherchier-Talent nachtrauert.

    Als ein ehemaliger Berufskollege unter dubiosen Umständen stirbt, wird sein Jagdinstinkt wieder geweckt. Und er kommt einem Skandal auf die Spur, dessen Bekanntgabe unser Land bis ins Tiefste erschüttern könnte. Kein Wunder gehen die betroffenen Politiker sprichwörtlich über Leichen, um sich und die Partei zu retten.

    Charles Lewinsky. Der Wille des Volkes. Nagel & Kimche, 2017.

    Luzia Stettler

  • Will Lewinsky provozieren?

    Charles Lewinsky liebt es, neue literarische Genres auszuprobieren. Deshalb hat er jetzt erstmals einen Krimi geschrieben: In «Der Wille des Volkes» karikiert er eine rechtspopulistische Partei und deren Ehrenpräsident. Die Nähe zur Schweizer Volkspartei und Christoph Blocher ist augenfällig.

    Sucht der Autor mit Absicht die Provokation, um sein Buch ins Gespräch zu bringen? «Nein, das wäre völlig der falsche Weg», sagt Charles Lewinsky im Gespräch mit Luzia Stettler. Und erzählt, warum er Politik für ein schmutziges Geschäft hält.

    Luzia Stettler

  • Das Urteil eines Polit-Profis

    Wer den Krimi von Charles Lewinsky liest, kommt zum Schluss: Politik ist nichts für schwache Nerven. Und manchmal werden Interessen bis aufs Blut verteidigt. Wie realitätsnah ist seine Geschichte?

    Georg Lutz, Professor für Politikwissenschaften an der Uni Lausanne, verfolgt seit Jahren die Entwicklungen in der Schweizer Politlandschaft. Er hat den Roman gelesen und verrät, ob ein radikaler Rechtsrutsch, wie ihn Lewinsky beschreibt, in unserem Land überhaupt denkbar wäre.

    Luzia Stettler

  • Die BuchKönig trifft Noëmi Lerch

    Für das «BuchZeichen» hat Annette König die Autorin im Tessin getroffen. Dort lebt Lerch auf einem Bauernhof. Hilft mit, geht auf die Alp, macht Käse und schreibt.

    Sämtliche Blogs von SRF Literatur-Redaktorin Annette König alias «Die BuchKönig» können Sie hier nachlesen.

    Buchhinweis: Noëmi Lerch. Grit. verlag die brotsuppe, 2017.

    Annette König