Cécile Dambach - «Kaffeekultur ist dank uns kein Fremdwort mehr.»

Als Cécile Dambach vor 14 Jahren schwanger in die längere Ferien nach Schweden fuhr, hatte sie noch nicht geplant, auch gleich dort zu bleiben. Aber sie blieb und es war der Start zu ihrer Auswanderergeschichte.

Cécile Dambach mit ihren zwei Hunden vor einer roten Holzhauswand.
Bildlegende: «Im Sommer sind wir ein Tourismus-Hotspot» ZVG.

«Wir importierten die Kaffeekultur»
Zusammen mit ihrem Mann, eröffnete sie vor acht Jahren an der Ostküste in Südschweden ein Café. Mit ihrer professionellen Kaffeekolbenmaschine erregten sie bei der Eröffnung Aufsehen. In Schweden auf dem Lande ist der Kaffee nämlich kein Höhepunkt unter den Getränken. Man trinkt in erster Linie Filterkaffee.

Eine Erfolgsgeschichte mit Risiko
Als ausgebildete Lehrerin, Tanzpädagogin und Yogainstruktorin war sie eine Quereinsteigerin. Vier Jahre gaben sie und ihr Mann dem Café-Experiment. Die Leute am Ort bezweifelten, ob das Café in dieser ruhigen Gegend rentieren würde. Aber bereits nach 18 Monaten schafften sie den Turnaround.

Ein Leben in relativer Abgeschiedenheit
Zusammen mit ihrem Mann und ihrer gemeinsamen Tochter, wohnt Cécile Dambach in einer ehemaligen Schule, in einem Weiler mit fünf, sechs Häusern und einer Kirche, am Rande eines Dorfes mit rund 2000 Einwohnern. Die nächstgrössere Stadt liegt rund 35 Kilometer weit weg. Im Sommer erwacht der Ort zur lebhaften Ferienregion. Das Meer ist nur fünf Kilometer weit weg.
«Das Auswandern ist ein Ausprobieren», sagt Cécile Dambach rückwirkend. «Aber es hat sich gelohnt.»

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