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Eid-Genossin Badran – Mit der Hellebarde gegen Spekulanten
Aus Reporter vom 22.11.2015.
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SRF DOK Die streitbare Linke

Jaqueline Badran: SP-Nationalrätin, Kämpferin für die Lex Koller, Chefin von 30 IT-Spezialisten in ihrer Zürcher Software-Firma. Was treibt diese streitbare Eid-Genossin an? Filmautor Roland Huber über die studierte Biologin und Ökonomin und ihren Kampf gegen den Ausverkauf von Schweizer Boden.

Vor einem Jahr wurde die Lex Koller neu beraten. Das bedeutet: Grund und Boden in der Schweiz kann nur kaufen, wer in der Schweiz wohnt oder hier Geschäftssitz hat. Also Schweizer und Ausländer, die hier Steuern bezahlen. Das wurde durch die Lobby der Immobilienhändler aufgeweicht. Badran konnte darauf den National- und den Ständerat überzeugen, die bewährte Lex Koller wieder herzustellen. Auch Christoph Blocher unterstützte die Linke. Doch die Wiederherstellung der Lex Koller war Jacqueline Badran nicht genug. Sie wollte gar eine Verschärfung. Den Bundesrat und den Nationalrat konnte sie davon überzeugen. Dann kam die Vorlage in den Ständerat, die letzte Hürde. Dort schiffte sie ab.

Ich bin nicht besserwisserisch, ich weiss einfach vieles besser
Autor: Jaqueline Badran

Jacqueline Badran zieht es erneut aufs Schlachtfeld. Hinauf nach Morgarten. Ebenso gut wie die SVP-Populisten beherrscht sie den Umgang mit den Schweizer Mythen. Als Linke will sie den Konservativen dieses Schlachtfeld nicht allein überlassen. Am Beispiel Morgarten will sie für eine Volksinitiative für die Lex Koller Werbung machen. Das nervt die Immobilienbranche. Besserwisserisch sei sie. Dazu sagt Badran: Nein, nicht besserwisserisch sei sie, sie wisse einfach vieles besser.

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Das Bodenrecht der alten Eidgenossen
Aus DOK vom 22.11.2015.
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Als Badran noch im Zürcher Gemeinderat politisierte, brachte sie ein Gesetz zur Förderung der Genossenschaften durch. Bis 2030 soll der Anteil an Genossenschaftswohnungen in der Stadt Zürich auf 40 Prozent ansteigen. Dieses Beispiel macht Badran Mut, es doch noch mit einer Volksinitiative für die Verschärfung der Lex Koller zu probieren. Auch wenn sie noch im dicksten Nebel stochert, behauptet Badran, die Morgenröte schon zu ahnen.

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Nationalrätin Badran in Zürich West
Aus DOK vom 22.11.2015.
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Roland Huber realisiert seit 35 Jahren für SRF Filmbeiträge, unter anderem für «Schweiz aktuell», «Rundschau», «DOK» und «Reporter».

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Marco Föhn , Zürich
    Dieser Beitrag ist ein weiteres Beispiel, dass der Ständerat ein fragwürdiges Konzept darstellt. Uri 35'000 Einwohner = Zürich 1'000'000+ Einwohner. Wann wird diese Dunkelkammer endlich abgeschafft?
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  • Kommentar von M.Müller , Zürich
    Ich staune über das Gejammer hier. Eine Mehrheit der Schweizer ist für die Pauschalsteuer, gegen Erbschaftssteuer usw. Das hat zur Folge, dass Leute mit viel locker bekommenem Geld halt viel bezahlen und so den Markt nach oben treiben. Die Wähler in der Schweiz sind unfähig Zusammenhänge zu sehen und jammern dann lieber.
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  • Kommentar von Joe Huber , Hochdorf
    VAE, Malaysia, Singapur: Kauf für "jedermann" möglich, jedoch für Ausländer ausschliesslich in einer Form eines Baurechtes. So bleibt Land und Boden immer dem ansässigen Staatsbürger. Der ausländische Investor verfügt "nur" über ein zeitlich beschränktes Nutzungsrecht. Warum nicht solche einfache Lösungsansätze für die Schweiz ? Damit würden linke, grundsätzlich marktwirtschaftsfeindliche Ideen wie Bardan's hinfällig.
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