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 Der Zürcher Architekt Peter Schmid lebt und arbeitet seit 24 Jahren in Bhutan.
Legende: Der Zürcher Architekt Peter Schmid lebt und arbeitet seit 24 Jahren in Bhutan. SRF
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SRF DOK Im Herzen des Buddhismus

Buddhismus war bei uns eine Zeit lang en vogue. Inzwischen ist der Hype vorbei. Wer sich für den authentischen Buddhismus interessiert, der sollte unbedingt nach Bhutan reisen.

In den 1990er Jahren begannen sich verschiedene Hollywoodstars für den Buddhismus zu interessieren. Es wurde chic, Bücher des Dalai Lama zu lesen oder tibetische Gebetsfahnen aufzuhängen. Und Filme wie «Little Buddha» oder «Sieben Jahre in Tibet» begeisterten ein Massenpublikum. Man darf sich fragen, wie realistisch das damals vermittelte Bild des Buddhismus gewesen ist. So oder so: Inzwischen ist der Hype im Westen vorbei.

Die Reinkarnation eines Meditationsmeisters

Wer sich für den authentischen Buddhismus interessiert, der sollte unbedingt nach Bhutan reisen, wo man als Besucher in eine völlig fremde Welt eintauchen kann. Die tantrische Form des Mahayana-Buddhismus ist hier offizielle Staatsreligion. Allenthalben sieht man kleine Klausen oder Höhlen, in die sich Eremiten zurückgezogen haben, um zu meditieren. Manchmal für 3 Jahre, manchmal für 10, manchmal für immer.

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Ein Leben für die Meditation
Aus DOK vom 15.01.2017.
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Dass wir uns in einem ewigen Kreislauf von Tod und Wiedergeburt befinden, ist hier Commonsense. Und so war es für Sonam Wangmo, die Ehefrau meines Protagonisten, nichts Aussergewöhnliches, dass kurz nach der Geburt ihres zweiten Sohnes Mönche bei ihr auftauchten, die ihr sagten, sie habe die Reinkarnation eines erleuchteten Meditationsmeisters zur Welt gebracht. Und es kam ihr auch nicht seltsam vor, als sie gebeten wurde, ihren Sohn im Alter von 10 Jahren in ein Kloster zu geben.

Eine verpasste Chance?

Peter Schmid ist in Zürich aufgewachsen und sozialisiert worden. Aber in 24 Jahren in Bhutan ist er ein anderer geworden. Er ist nicht nur dem Pass nach Bhutanese. Nein, das kleine Land im Himalaya scheint ihm in sein Wesen übergegangen zu sein. Schmid ruht offensichtlich in sich. Er strahlt eine fröhliche Gelassenheit aus, die nichts Aufgesetztes hat. Vermutlich sei er inzwischen Buddhist geworden, erzählte er mir, als ich ihn darauf ansprach, aber sicher sei er auch nicht.

Wenn er sich buddhistische Belehrungen holen wollte, müsste er nicht weit gehen. Viele grosse Meditationsmeister unserer Zeit leben in Bhutan oder im nahen Indien. Getan hat er es bisher aber kaum, Schmid meditiert auch nicht. Und ich habe mich – und auch ihn – gefragt, ob er damit nicht eine Chance verpasst. Schmid schien diese Frage zu überraschen und es kam zu einem interessanten Gespräch.

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«Die totale Erleuchtung hatte ich noch nicht.»
Aus DOK vom 15.01.2017.
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Simon Christen ist seit 2011 Redaktor bei «DOK» und «Reporter». Seine Filme widmen sich gesellschaftlichen und politischen Themen.

«Reporter»

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«Im Reich der glücklichen Donnerdrachen», 15. Januar 2017, 21.40 Uhr, SRF 1

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Weather Snow  (W.S)
    Wikipedia bietet weitreichende Informationen zum Thema Buddhismus. Mit authentischem Buddhismus, ist wahrscheinlich die im Alltag gelebte Form des Buddhismus gemeint.?
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Carsten Ramsel  (Carsten Ramsel)
    Ich habe ja vom Buddhismus keine Ahnung. Deswegen fände ich es schön, wenn man mir bitte jemand erklären könnte, was authentischer Buddhismus ist. Vielleicht erfahre ich sogar, was am Bhutaner Buddhismus authentisch ist. Bislang ging ich naiverweise (?) davon aus, dass es unterschiedliche Formen des Buddhismus, in ihrer jeweiligen kulturellen und historischen Ausprägung gebe.
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    1. Antwort von Leo Nauber  (leo999)
      "....unterschiedliche Formen des Buddhismus, in ihrer jeweiligen kulturellen und historischen Ausprägung gebe." - Das gibt es, aber mir sind die natürlich auch nicht so bekannt. Zudem hat selbst der Dalai Lama in Zürich gesagt, dass ".... Buddhismus ist keine Religion, sondern eine Weltanschauung".
    2. Antwort von Leo Nauber  (leo999)
      Seine genauen Worte kenne ich natürlich nicht mehr so genau, aber er hat klar ausgedrück, dass man sowohl einer Religion angehören und diese zumindest teilweise echt praktizieren kann wie auch gleichzeitig dem Buddhismus zu folgen. Also, alles - zumindest für micht - sehr komplex und undurchschaubar. Man müsste wohl in einem eicht buddhistischen Umfeld geboren und erzogen worden sein, um da den Durchblick zu erhalten.