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Elisabeth Kopp (1984 – 1989)
Aus DOK vom 29.11.2018.
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Frauen an der Macht Unsere 7 Bundesrätinnen

Die sieben Bundesrätinnen geben Einblick in Höhepunkte und Rückschläge ihrer Karriere. Und sie sagen, welche Frauenvertretung sie sich in Zukunft wünschen.

Im Bundesrat braucht es mindestens 3 Frauen.
Autor: Elisabeth KoppBundesrätin von 1984 – 1989

Mit der Wahl von Elisabeth Kopp in den Bundesrat im Jahr 1984 hatte das Warten auf die erste Frau im Bundesrat ein Ende. 1971 war in der Schweiz das Frauenstimmrecht eingeführt worden – trotzdem musste der weibliche Teil der Bevölkerung noch 13 Jahre warten, bis er auch in der Landesregierung vertreten war.

1989 musste Elisabeth Kopp zurücktreten, weil sie ihren Mann telefonisch über Geldwäsche-Gerüchte informierte.

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Ruth Dreifuss (1993 – 2002)
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Für meine Kollegen war ich ein komisches Wesen in diesem Gremium.
Autor: Ruth DreifussBundesrätin von 1993 – 2002

Die zweite Bundesrätin war die Sozialdemokratin Ruth Dreifuss. Eigentlich hatte die SP die Nationalrätin Christiane Brunner zur Wahl vorgeschlagen. Doch die Parlamentsmehrheit folgte dem Vorschlag nicht, die Frauenorganisationen reagierten mit Protest. Ruth Dreifuss leitete acht Jahre lang das Eidgenössische Innendepartement.

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Ruth Metzler (1999 – 2003)
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Ich bin nicht freiwillig gegangen.
Autor: Ruth MetzlerBundesrätin von 1999 – 2003

Die erst 34-jährige Ruth Metzler war die dritte Bundesrätin. Die Politikerin aus dem konservativen CVP-Flügel setzte sich bald für eine liberale Lösung beim Schwangerschaftsabbruch ein und unterstützte Ruth Dreifuss bei der Mutterschaftsversicherung. Nach vier Jahren wurde Ruth Metzler abgewählt – die CVP verloren ihren zweiten Sitz, der SVP-Nationalrat Christoph Blocher wurde neu gewählt.

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Eveline Widmer-Schlumpf (2007 – 2015)
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Frauen haben noch zu wenig den Mut zu sagen, diesen Schritt mache ich.
Autor: Eveline Widmer-SchlumpfBundesrätin von 2007 – 2015

Die Parlamentsmehrheit wählte Eveline Widmer-Schlumpf vier Jahre später als SVP-Sprengkandidatin gegen Christoph Blocher. In ihre Amtszeit fiel die Rettung der Grossbank UBS, die sie federführend mitverantwortete. Ihrer konsequenten Politik ist es zu verdanken, dass die Schweiz danach als erstes Land eine «Too-big-to-fail»-Vorlage verabschiedete. Diese soll helfen, künftig Bankenzusammenbrüche zu vermeiden.

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Micheline Calmy-Rey (2002 – 2011)
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Die klare Bejahung der Macht hat für eine Frau Folgen.
Autor: Micheline Calmy-ReyBundesrätin von 2002 - 2011

Nach dem Rücktritt von Ruth Dreifuss wählte das Parlament die Sozialdemokratin Micheline Calmy-Rey. Sie übernahm das Aussendepartement und wurde bald darauf kritisiert, sie verfolge eine zu offensive Aussenpolitik. Höhepunkte ihrer Amtszeit war die Lösung des Banken-Steuerstreits mit den USA und die Freilassung der zwei Schweizer Geiseln, die der Diktator Gaddafi entführen liess.

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Doris Leuthard (2006 – Dezember 2018)
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Es braucht weiterhin Frauennetzwerke
Autor: Doris LeuthardBundesrätin von 2006 – Dezember 2018

Doris Leuthard, die zweite CVP-Politikerin, setzte sich in ihrem Amt entschlossen dafür ein, dass auch Frauen Chef-Positionen erklimmen konnten. Sie plädierte für Teilzeit-Arbeit, Home-Office und Vaterschafts-Urlaub. Ihr Fazit nach zwölf Amtsjahren: «Wenn wir schauen, wie viele Frauen in Führungspositionen sind, haben wir eine Stagnation, obwohl es viele topausgebildete Frauen gibt. Das ist nicht gut. Es braucht Frauen, die helfen, den Weg zu verbessern.»

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Simonetta Sommaruga (seit 2010)
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Dass Frauen immer noch weniger verdienen als Männer, nur weil sie Frauen sind, das ist ein Skandal.
Autor: Simonetta SommarugaBundesrätin seit 2010

Mit der Wahl von Simonetta Sommaruga bildeten die Frauen für 14 Monate eine Mehrheit im Bundesrat. Die Sozialdemokratin sagt im Interview mit «SRF DOK»: «Heute sind wir nur noch zu zweit. Letztendlich sollte sich die Bevölkerung im Bundesrat spiegeln. Wir haben verschiedene Sprachregionen, verschiedene Parteien. Es müsste normal sein, dass auch Frauen und Männer im Bundesrat halbe-halbe vertreten sind.»

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Die 7 Bundesrätinnen der Schweiz | Frauen in der Politik
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39 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Peter Incondi  (Toscano)
    Ganz klar......es müssen dringend mehr Frauen auf allen politischen Ebenen führende Ämter übernehmen. Dabei geht es nicht in erster Linie um die politische Ausrichtung. Entscheiden ist, dass Frauen grundsätzlich anders in der Welt stehen und anders die Welt sehen. Wir Männer müssen diese Tatsache anerkennen und zwingend dafür einstehen und auch dafür kämpfen, dass Frauen bei der Mitgestaltung der Zukunft - zum Wohle aller - voll und ganz mit dabei sind. Ohne wenn und aber!!!!
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    1. Antwort von Kon Rubic  (rubickon)
      Ja unbedingt, mehr Frauen. Nach Theresia May unbedingt eine Frau. Nach Merkel unbedingt eine Frau. Nach Marine Le Pen unbedingt eine Frau. Und in der Schweiz nach Susanne Ruoff unbedingt eine Frau an die Spitze der Post.
      Und, und, ... Richtige Frauen müssen nicht auf den Schild gehoben werden, die springen selber hinauf ;-)
  • Kommentar von Tom Duran  (Tom Duran)
    Ich bleib dabei: ein König oder eine Königin reicht.
    Wozu brauchen wir ein Gremium wenn alle im Endeffekt doch nur das Selbe sagen?
    Die eingesparten Millionen könnten wir an IV und Rentner und Sozialhilfe Bezüger schenken.
    DIE richten sicherlich weniger Schaden an!
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    1. Antwort von Remo Conti  (Remou)
      Die Schweiz ist zwar klein, aber für ein(e) Bundespräsident(in) alleine wäre es doch zu viel. Offensichtlich würde er/sie dann Minister anstellen. Und so ist das Gremium wieder hergestellt...
    2. Antwort von Daniel Häberlin  (Svensk)
      Wozu wir eine mehrköpfige Regierung brauchen? Ganz einfach: Weil man durch Verhandlungen bessere Lösungen zustande bringt, als wenn eine Person alleine entscheiden kann. Das dauert zwar länger, ist aber langfristig effizienter, als wenn nach jeder Wahl ein einzelner Regierungschef erst einmal alle Massnahmen seines Vorgängers wieder rückgängig macht. Das ist doch gerade der entscheidende Faktor, der die Schweiz im Vergleich zu vielen anderen Staaten so stabil gemacht hat: der Kompromiss!
    3. Antwort von Liana Zanin  (lianawoman)
      Nur schon die Tatsache, dass dir das erklärt werden muss zeigt, wie wenig Ahnung du von der Materie hast.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Fakt ist:Es waren nicht alle gut!
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    1. Antwort von Heinz Hugentobler  (hevrins)
      .. da gehören auch die "Mannen" dazu, aber: wer macht keine Fehler? no-body is perfect, gilt auch für das gesamte Political-Establishment. Seien wir dankbar mit unserem demokratisch geführten System, es funktioniert trotz allem besser als anderswo.