Entscheidender Schlag gegen Tamil Tigers

  • Sonntag, 25. Januar 2009, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 25. Januar 2009, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Sonntag, 25. Januar 2009, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

In Sri Lanka haben die Regierungstruppen nach eigenen Angaben die letzte von den Rebellen kontrollierte Stadt eingenommen. Die Armee sieht damit ein Ende des Bürgerkriegs in greifbare Nähe gerückt.

Weitere Themen:

UBS-Mitarbeiter erhalten trotz des katastrophalen letzten Jahres einen Bonus ausbezahlt.

Nach dem Gazakrieg bereitet sich Israel auf mögliche Klagen wegen Kriegsverbrechen vor.

In Den Haag beginnt der Prozess gegen Thomas Lubanga, den brutalsten Milizenchef von Kongo.

Beiträge

  • Tamil Tigers verlieren letzte Hochburg

    Die srilankische Armee hat am Sonntag nach eigenen Angaben die letzte Hochburg der Tamil Tigers eingenommen. Sie glaubt, einen Sieg über die Rebellen in Griffweite zu haben.

    «Die srilankischen Streitkräfte haben heute die Bastion Mullaittivu vollständig eingenommen», erklärte der srilankische Heereschef Sarath Fonseka in einer Rede am Fernsehen. Der seit 25 Jahren andauernde Bürgerkrieg sei damit praktisch zu Ende.

    Guerillakrieg befürchtet

    Im ganzen Land kam es danach zu Freudenkundgebungen. Auch wenn die konventionellen Kämpfe damit weitgehend vorbei sein dürften, so erwarten Beobachter nun, dass die Rebellen den Kampf von den umliegenden Dschungelgebieten aus fortsetzen und einen Guerillakrieg führen werden.

    Sabina Matthay aus Neu Delhi

  • UBS zahlt Boni trotz Staatshilfe

    Mitarbeiter der Schweizer Grossbank UBS erhalten trotz des katastrophalen letzten Jahres einen Bonus. Nach Zeitungsberichten geht es um die Summe von etwa zwei Milliarden Franken.

    In den Genuss kommen Mitglieder des unteren und mittleren Kaders, aber auch einfache Angestellte. Die Chefetage bezieht nur den Grundlohn.

    Da die Bank auf Milliarden aus der Staatskasse angewiesen ist, überraschen die Zahlungen von Boni. Doch es gibt offenbar Gründe, wieso die UBS die Bonuszahlungen nicht einfach auf Null runterfahren kann.

    Philippe Erath

  • Israel befürchtet Prozesse

    Eine Woche nach Ende des Gaza-Kriegs mehren sich Vorwürfe, israelische Soldaten hätten Kriegsverbrechen verübt. Israel reagiert nervös und bereitet sich auf mögliche Prozesse vor.

    Israels Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte am Samstag, die israelische Armee sei die moralischste, die es auf der Welt gebe. Das war seine Antwort auf die Vorwürfe, seine Soldaten und Offiziere hätte im Gazastreifen Kriegsverbrechen begangen.

    Rechtsschutz für Israels Soldaten

    Bereits am Sonntag sagte die israelische Regierung allen im Gaza-Krieg eingesetzten Soldaten Rechtsschutz vor internationaler Verfolgung zu.

    Robert Stähli aus Jerusalem

  • Bolivien stimmt über umstrittene Verfassung ab

    Die Bolivianer haben am Sonntag über eine neue Verfassung abgestimmt. Sie soll der Indio-Mehrheit mehr Rechte einräumen und Präsident Evo Morales eine zweite Amtszeit sichern.

    Nach Umfragen wollen etwa 55 Prozent der Wähler für das Reformwerk stimmen, wobei die Unterstützung in den von den Indianern dominierten Gebirgsregionen im Westen des Landes am höchsten ist.

    Mehr Rechte für Ureinwohner

    Die neue Verfassung sichert den Ureinwohnern Boliviens Land und eine eigene Justiz zu. Zur Zeit der spanischen Kolonialherrschaft begangenes Unrecht an den Indianern soll wieder gut gemacht werden.

    Um den Inhalt der Verfassung war lange gerungen worden. Die Bevölkerung hat das erste Mal in der Geschichte des Landes die Möglichkeit, über eine Verfassung abzustimmen.

    Südamerika-Korrespondent Ulrich Achermann

  • Wegen Rekrutierung von Kindersoldaten vor Gericht

    In einem historischen Prozess muss sich der ehemalige kongolesische Milizenführer Thomas Lubanga ab Montag wegen der Rekrutierung von Kindersoldaten verantworten.

    Lubanga ist der erste Angeklagte überhaupt, der sich wegen dieses Tatbestands vor einem internationalen Gericht verantworten muss. Menschenrechtler begrüssten, dass der vor sechseinhalb Jahren gegründete Internationale Strafgerichtshof in Den Haag endlich seine erste Hauptverhandlung eröffne.

    Hunderte Kindersoldaten rekrutiert

    Dem Ex-Befehlshaber Lubanga wird vorgeworfen, dass er zwischen September 2002 und August 2003 in der kongolesischen Provinz Ituri «Hunderte Kinder entführt und sie gezwungen hat, zu morden und zu brandschatzen», wie der Staatsanwalt erklärte. Dafür fordert er 30 Jahre Gefängnis.

    Elsbeth Gugger

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Isabelle Jacobi