Todestag von Mathias Gnädinger: Leonardo Nigro erinnert sich

Am 3. April 2015 verstarb Mathias Gnädinger an den Spätfolgen eines Unfalls. Leonardo Nigro stand mit ihm für den Film «Länger Leben» vor der Kamera. Im Gespräch mit Dani Fohrler denkt er an den schönsten Moment mit seinem Schauspielkollegen zurück.

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Leonardo Nigro gedenkt Mathias Gnädinger

0:53 min, vom 3.4.2016
Mathias Gnädinger Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mathias Gnädinger († 74) Keystone

«Ich hatte das Glück, zumindest einen Film mit ihm zu drehen», sagt Leonardo Nigro (42) in der «G&G Weekend»-Sendung.

Wenn er an Mathias Gnädinger zurückdenkt, ist es aber kein beruflicher, sondern ein privater Moment, der dem Schweizer Schauspieler am meisten geblieben ist.

«Ein Jahr, bevor er verstorben ist, waren wir gemeinsam an einem Event am Filmfestival in Locarno. Der ‹grosse Bär› Mathias Gnädinger spielte sicher eine Viertelstunde mit meinem zweijährigen Jungen auf dem Schoss.» Dieses schöne Bild sei ihm besonders geblieben – und so wolle er seinen Schauspielkollegen in Erinnerung behalten.

Mathias Gnädinger: von «Hunkeler» zu «Usfahrt Oerlikon»

Mathias Gnädinger gehörte zu den grossen Volksschauspielern der Schweiz. Seine erste Rolle spielte der gebürtige Schaffhauser 1977 in dem Schweizer Spielfilm «Em Lehmä sin Letschte». Seine letzte an der Seite von Jörg Schneider in «Usfahrt Oerlikon». Der «Hunkeler»- und «Lüthi und Blanc»-Darsteller spielte aber auch Theater.

Der Schauspieler verstarb am 3. April 2015 überraschend im Universitätsspital in Zürich. Nach einem Unfall von Gnädinger am 5. März hätten sich Komplikationen mit Lungen- und Herzfunktionen ergeben, schrieb Gnädingers Familie.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Studiogast: Schauspieler Leonardo Nigro

    Aus glanz und gloria vom 3.4.2016

    Dani Fohrler begrüsst im «G&G Weekend»-Studio den Schauspieler Leonardo Nigro. Der 42-jährige Italo-Schweizer schwimmt momentan auf einer Erfolgswelle. Im ARD-Krimi-Zweiteiler «Der Urbino-Krimi» ergatterte er sich seine erste Hauptrolle in einer deutschen Spielfilmproduktion und für seine Darstellung des bösen Berglers Armon in «Schellen-Ursli» erhielt er eine Nomination für den Schweizer Filmpreis. Und auch privat läuft es rund bei Nigro: Er ist glücklicher Vater des dreijährigen Leano und plant die Hochzeit mit seiner langjährigen Partnerin Mayumi Steiner.