Gastgeberin Andrea Fischer Schulthess, Leiterin des Theaters Millers in Zürich, präsentiert mit «Fun Fatale» Highlights der weiblichen Stand-up-Szene. Von etablierten Schweizer Künstlerinnen wie Gülsha Adilji und Patti Basler bis hin zu internationalen Senkrechtstarterinnen wie Ana Lucía – insgesamt zwölf Comediennes aus der Schweiz und dem deutschsprachigen Ausland zeigen in vier Folgen ihre Bandbreite an Humor, Geschichten und Perspektiven.
Pionierinnengeist hinter den Kulissen
Abseits der Bühne, auf welcher die Mikrofone fest in Frauenhand liegen, setzt sich dieser Fokus fort: Die Zürcher Produktionsfirma Filmgerberei setzt von der Produzentin über die Regisseurin und Set-Runnerin bis zur Kamerafrau auf ein reines Frauenteam. Das Format entstand in Zusammenarbeit mit Regisseurin Fabienne Hadorn, Andrea Fischer Schulthess und Produzentin Marike Löhr. Seitens SRF waren die beiden Produzentinnen Alexandra Steck und Simone Kern vertreten.
Das Team ist sich einig, dass die rein weibliche Besetzung vor und hinter der Kamera zu einer besonderen Atmosphäre führt. Marike Löhr stellt fest: «Es geht interessanterweise etwas ruhiger zu und her – Stresssituationen erscheinen weniger hektisch.» Auch für Regisseurin Fabienne Hadorn war das rein weibliche Setting des Comedy-Formats ein besonderes Highlight: «Es fühlt sich an, als wäre man Teil einer Gruppe von Pionierinnen.»
Mehr Vielfalt für die Schweizer Comedy-Szene
Hinter «Fun Fatale» steckt mehr als der Wunsch nach guter Unterhaltung am Sonntagabend – das Format soll ein bewusstes Statement zur Vielfalt der Schweizer Kulturszene setzen: Das Ziel der Produzentinnen ist es, «den talentierten Comediennes der Schweiz eine Bühne zu bieten und all ihre Facetten aufzuzeigen», erzählt Alexandra Steck. Vieles ergab sich dabei durch einen klassischen «Learning by Doing»-Prozess. Gemäss Noemi Aeschlimann, Showrunnerin und zuständig für die technische Regie, habe aber das ganze Team mit grosser Flexibilität darauf reagiert.
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Bild 1 von 5. Blick auf die Bühne: Noemi Aeschlimann ist Showrunnerin und führt die technische Regie bei «Fun Fatale». Bildquelle: SRF/Gian Vaitl.
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Bild 2 von 5. Vorbereitung für die Aufzeichnung von «Fun Fatale» im Theater Millers in Zürich. Bildquelle: SRF/Gian Vaitl.
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Bild 3 von 5. Gastgeberin Andrea Fischer Schulthess (r.) und eine Kamerafrau (l.) bei den Dreharbeiten. Bildquelle: SRF/Gian Vaitl.
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Bild 4 von 5. Auch hinter der Kamera arbeitet ein Frauenteam. Bildquelle: SRF/Gian Vaitl.
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Bild 5 von 5. Gleich geht es los: Comedienne Lisa Christ späht hinter dem Vorhang hervor. Bildquelle: SRF/Gian Vaitl.
Während weibliche Kabarettistinnen in geschlechtergemischten Settings oft weniger Platz bekommen, bricht «Fun Fatale» mit dieser Dynamik: «Das Format bietet Comediennes die ganze Bühne und sorgt nebenbei für ein neues Normal», unterstreicht Martina Ziesack, Leitung Comedy & Satire bei SRF. Die neue Stand-up-Sendung bringt Innovation weit über den Bühnenrand und eröffnet bereits hinter den Kulissen neue kreative Perspektiven.
Ein Format für alle
«Fun Fatale» ist ein Angebot für alle und stellt sich gegen das Klischee, dass Comedy von Frauen nur für Frauen attraktiv ist. Martina Ziesack bringt dies auf den Punkt: «‹Fun Fatale› zeigt, wie viel Potenzial in der weiblichen Comedy-Szene steckt und dass das Publikum längst bereit dafür ist.»
«Fun Fatale»: ab dem 3. Mai 2026 sonntags um 21.40 Uhr auf SRF 1