Mit «SRF 3 punkt CH – Schweizer Musik. 100 %.» baute Radio SRF 3 vor zehn Jahren die Förderung neuer Schweizer Musik gezielt aus. Vom 23. bis 27. Februar 2026 wird täglich von 19 bis 20 Uhr der Erinnerungsschatz geöffnet und mit Musikerinnen und Hörern über Highlights und Wendepunkte gesprochen. Darüber hinaus wirft SRF 3 während der gesamten Woche einen kritischen Blick auf die Gegenwart der einheimischen Musikszene.
Was hat sich in zehn Jahren «SRF 3 punkt CH» am stärksten verändert?
Céline Werdelis: Die Musikbranche hat sich durch Streaming und Social Media stark verändert. Und trotzdem ist und bleibt Radio ein wichtiges Medium, um neue Musik einem breiten Publikum bekannt zu machen. Wir hören immer wieder von Künstlerinnen und Künstlern, wie überrascht sie über die vielen Reaktionen sind, die ein Auftritt bei SRF 3 auslöst. Zudem erhalten wir heute deutlich mehr «Best Talent»-Bewerbungen und wir hören von ehemaligen «Best Talents» wie Hecht, Dabu Fantastic oder Joya Marleen, dass dies ihr Startschuss war und sie durch die Plattform bei uns neue Fans gewinnen konnten.
Woran merkt ihr, ob die Förderung wirklich funktioniert?
Viele Musikerinnen und Musiker haben im «punkt CH» einen ersten Anfang gemacht und sind heute fester Teil des Programms von SRF 3. Zum Beispiel hat uns Kings Elliot kürzlich erzählt, dass ihr Interview und ihre Livesession im «punkt CH» damals der Beginn für ihre Karriere waren und sie dank des Besuchs bei uns anfing, an sich und ihre Musik zu glauben. So etwas zu hören, macht uns unglaublich stolz.
Welche internen Diskussionen habt ihr in den letzten Jahren am häufigsten geführt?
Was und wen wir wann und wie zum Thema machen. Denn es gibt jede Woche so viele Künstlerinnen und Künstler, die wir zu Livesessions oder Interviews einladen könnten. Die Sendung findet jedoch «nur» fünf Mal pro Woche während einer Stunde statt. Da müssen wir uns entscheiden – und das fällt uns nicht immer leicht. Gleichzeitig ist es eine grosse Freude, in einem kleinen Land wie der Schweiz und mit ihrer Viersprachigkeit eine solch vielfältige und sehr aktive Musikszene zu wissen.