Frühlingsgefühle aus Lausanne

Zweimal frühlingshafte Musik und zweimal Musik von Komponisten, die mit den Genre-Grenzen spielen: Das Konzert aus Lausanne bietet Überraschungen.

Zuerst ein Heimspiel fürs Orchestre de chambre de Lausanne mit Musik des Waadtländers Aloÿs Fornerod (1890-1965): Seine frühlingshafte Tanzsuite knüpft an französische Vorbilder von Fauré oder Ravel an. Und der «Frühling» bildet auch den Konzertschluss mit Robert Schumanns berühmter 1. Sinfonie. Dazwischen erklingt ein musikalisches Requiem des Japaners Toru Takemitsu, der sich nicht nur von französischem Klang-Sensualismus anregen liess, sondern auch mit Eifer Musik fürs Kino geschrieben hat. Und explizit die Grenzen überschreiten will der Schweizer Wahl-New Yorker Daniel Schnyder. In seinem Fagott-Konzert liebäugelt er nicht nur mit den verschiedenen Klang-Facetten dieses Instrumentes, sondern auch mit anderen Musikwelten: Mit Jazz, südamerikanischen Rhythmen oder gar der europäischen Musik des 14. Jahrhunderts.

Aloÿs Fornerod: Le Voyage de printemps op. 28
Toru Takemitsu: Requiem für Streicher
Daniel Schnyder : Fagottkonzert (Oeuvre Suisse #19, UA)
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 1 B-Dur op. 38 «Frühling»

Orchestre de Chambre de Lausanne
Kazuki Yamada, Leitung
Daniele Damiano, Fagott

Konzert vom 8. Dezember 2015, Salle Métropole, Lausanne

Redaktion: Sara Trauffer