Interlaken Classics: Neues von Benjamin Yusupov

Dass sich gleich zwei Solisten zu einem Orchester gesellen, ist an sich die Ausnahme. In diesem Konzert aus Interlaken allerdings die Regel. Und es sind nicht irgendwelche Solisten.

Ein Mann mit eckiger, randloser Birlle guckt ernst.
Bildlegende: Der israelische Komponist Benjamin Yusupov will eine «globalisierte» Musik schreiben. Imago

Der Trompeter Reinhold Friedrich und der Pianist Konstantin Lifschitz treffen in Schostakowitschs erstem Klavierkonzert aufeinander. Und die ungewöhnliche Begegnung von Solo-Klavier und Solo-Trompete findet im neuen Werk von Benjamin Yusupov eine Fortsetzung: Der israelische Komponist will eine «globalisierte» Musik schreiben, wie er selbst charakterisiert, da er jede Kultur schätzt und ihre jeweiligen Einflüsse gleichberechtigt verarbeitet.
Demgegenüber klingt der Schluss mit einem letzten Doppelkonzert sehr «deutsch», demjenigen von Johannes Brahms. Mitstreiter sind hier der Geiger Zakhar Bron, der dem Interlakner Festival eng verbunden ist, zusammen mit seinem Sohn.

Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll op. 35
Benjamin Yusupov: «Listen to our cry». Konzert für Trompete, Klavier und Streichorchester (UA)
Johannes Brahms: Doppelkonzert a-Moll op. 102

Zakhar Bron Festival Orchestra
Benjamin Yusupov, Leitung
Reinhold Friedrich, Trompete
Konstantin Lifschitz, Klavier
Zakhar Bron, Violine
Daniel Bron, Violoncello

Konzert vom 14. April 2016, Kursaal Interlaken
(Festival Interlaken Classics)

Redaktion: Norbert Graf