Julia Fischer spielt das Schumann-Konzert

Noch immer ist es unterschätzt, das Violinkonzert von Robert Schumann. Das sagt die Ausnahme-Geigerin Julia Fischer und will das Gegenteil beweisen.

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Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Zusammen mit den Wiener Symphonikern und seinem Chefdirigenten, dem Zürcher Philippe Jordan, tritt Julia Fischer an, Schumanns Spätwerk bekannter zu machen. «Schumann hat pianistisch gedacht. Man muss sich die Mühe machen, vom Klavier aus zu denken, dann versteht man auch, was Schumann wollte.» Und auch klanglich muss man eine genaue Vorstellung entwickeln, was eine Geigerin erreichen wolle, erklärt Julia Fischer: «Man muss mit einer anderen Geigentechnik arbeiten, auf der Geige einen Celloklang entwickeln können. Man könnte meinen, dass ich es mir damit schwerer mache. Aber dadurch wird das Stück 'geigerischer' und leichter.»
Umrahmt wird das Konzert von Antonin Dvoraks tänzerischer 8. Sinfonie und einer Rarität des in Bern geborenen Österreichers Gottfried von Einem.

Gottfried von Einem: Tanz-Rondo op. 27
Robert Schumann: Violinkonzert d-Moll
Antonin Dvorak: Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Wiener Symphoniker
Philippe Jordan, Leitung
Julia Fischer, Violine

Konzert vom 2. Juni 2018, Musikverein, Wien

Das Konzert steht bis 7 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Patricia Moreno