Wählen zwischen Brexit und sozialen Wohltaten

  • Samstag, 27. Mai 2017, 9:08 Uhr
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    • Samstag, 27. Mai 2017, 9:08 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
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    • Samstag, 27. Mai 2017, 23:03 Uhr, Radio SRF 4 News
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Während die regierenden britischen Konservativen sich bei den Wahlen ein Mandat für den «harten Brexit», für die völlige Abkehr von der europäischen Union erhoffen, verspricht die grösste Oppositionspartei den Wählerinnen und Wählern wieder einen fürsorglichen Staat.

Theresa May, Grossbritanniens Premier-Ministerin und Jeremy Corbyn, Grossbritanniens Labour-Parteichef.
Bildlegende: Theresa May, Grossbritanniens Premier-Ministerin und Jeremy Corbyn, Grossbritanniens Labour-Parteichef. Keystone

Damit will Labour in den kleineren und mittleren Städten punkten.

So etwa in Derby, wo man sich von der Londoner Regierung verlassen fühlt, weil die öffentlichen Dienstleistungen der Sparpolitik der letzten Jahre zum Opfer fielen. Derby ist zwar eine der letzten wirklichen Industriestädte Englands (Rolls Royce ist hier zu Hause, Bombardier baut Eisenbahnen, Toyota Autos) und Zehntausende finden im «manufacturing» Arbeit. Doch Derby hat kein Geld, denn die Steuern fliessen nach London. Doch Derby bräuchte Geld für Kinderkrippen, Theater, für die Gemeindeangestellten, die trotz Inflation Lohneinbussen in Kauf nehmen müssen. Und das hat Folgen.


Derby war lange eine Labour-Hochburg, doch die Bürgerinnen und Bürger wenden der Arbeiterpartei den Rücken zu. Schon vor zwei Jahren verlor Labour einen der beiden Unterhaussitze der Stadt. Die Labour-Stadtregierung kann die Bedürfnisse der Bevölkerung nicht mehr abdecken. Ein Sparprogramm jagt das nächste. Zwar geben die Labour-Leute von Derby City der konservativen Regierung in London die Schuld, die ihre Überweisungen in die Gemeinde in den letzten Jahren massiv verringert hat, doch damit kommen die Dienstleistungen nicht zurück. Dafür bräuchte es Geld und einen Wahlsieg.

Eine Wahlreportage aus der mittelenglischen Industriestadt Derby von Joe Schelbert

Autor/in: Joe Schelbert, Redaktion: Brigitte Zingg