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Schweizer Erfolgsgeschichte 50 Jahre TCS-Kindersitztest

Seit 50 Jahren testet der TCS Kindersitze. Die Resultate finden in ganz Europa bei Eltern und Händlern Beachtung.

Legende: Audio Schweizer Erfolgsgeschichte: 50 Jahre TCS-Kindersitztest abspielen. Laufzeit 06:13 Minuten.
06:13 min, aus Espresso vom 23.10.2018.

1968 fuhren Kinder meist ungesichert im Auto mit. Auf den hinteren Sitzen der Autos gab es zumeist noch nicht einmal Gurten. Da aber die Autos immer schneller wurden und auf Autobahnen unterwegs waren, kamen zu dieser Zeit die ersten Kindersitze auf, um die Kinder besser zu schützen. Wie Jürg Reinhard vom TCS in der SRF-Konsumentensendung «Espresso» erklärt, waren diese Modelle im Vergleich zu heute ziemlich abenteuerlich. Aber es sei ein wichtiger erster Schritt gewesen.

Alter Kindersitz steht am Boden.
Legende: Das waren noch Zeiten: Dieses Kindersitzmodell stammt aus dem ersten Crashtest im Jahre 1968. SRF

Immer mehr Vorschriften – immer sicherere Kindersitze

Erst Anfang der Achtzigerjahre wurden auch auf den Rücksitzen das Vorhandensein von Gurten obligatorisch, Kindersitze konnten damit erst richtig befestigt werden. Immer mehr Modelle kamen auf den Markt und wurden vom TCS zusammen mit den deutschen und österreichischen Mobilclubs auf Herz und Nieren geprüft, auch mit Crashtests. Laut Jürg Reinhard gab es immer mehr Normen für die Kindersitze und in der Folge wurden diese auch immer sicherer.

Legende: Video Das rumst ordentlich! TCS-Kindersitztest 2018 abspielen. Laufzeit 00:17 Minuten.
Aus Kassensturz vom 22.10.2018.

Erst seit 2002 müssen Kinder in der Schweiz unter sieben Jahren vorne und hinten im Auto in einem Kindersitz unterwegs sein, seit 2010 gilt ein Obligatorium für Kinderrückhaltesysteme für Kinder bis 12 Jahre oder einer Grösse von 150 Zentimetern. Die Vorschriften, Normen und die stetig steigende Qualität der Kindersitze hat dazu geführt, dass die Zahl verletzter oder getöteter Kinder im Auto stark gesunken ist. Dies sei auch das Verdienst des Kindersitztestes.

Keine Chance auf dem Markt ohne Empfehlung des TCS

Der Kindersitztest des TCS und der deutschen und österreichischen Kollegen gilt als der strengste der Welt. Die Resultate finden in ganz Europa Beachtung, sogar in Russland informieren sich Eltern und Händler über den Test aus der Schweiz. Fällt ein Modell im Kindersitztest durch, könne es der Hersteller somit gleich vom Markt nehmen, sagt Jürg Reinhard. Mittlerweile würden Hersteller auch ihre Prototypen vorgängig überprüfen lassen.

Aktuelle Testresultate:

Bei aktuellen Tests sind Sicherheitsmängel in Aufprallsituationen selten. Die meisten Modelle übertreffen die gesetzlichen Vorschriften deutlich. Bei den Modellen, die beim aktuellen Test durchgefallen sind, wurden Schadstoffe in den Kindersitzen gefunden.

Jedes zweite Kind ist im Auto falsch gesichert

Trotz des Fortschritts bezüglich Sicherheit in den letzten 50 Jahren: Laut Jürg Reinhard sind auch die 329 verletzten Kinder aus der Statistik des Jahres 2016 in der Schweiz noch zu viele. Erhebungen würden zeigen, dass jedes zweite Kind im Auto nicht richtig gesichert ist. In der kalten Jahreszeit werde laut dem TCS zum Beispiel oft der Gurt nicht eng genug angelegt, da die Jacke fälschlicherweise anbehalten wird. Dies führe bei einem Aufprall zu einer erheblichen Mehrbelastung für das Kind, insbesondere für den Kopf. Weitere Tipps zu diesem Thema finden Sie in diesem «Espresso»-Beitrag.

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